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In den ersten Monaten ist Muttermilch das Beste fürs Baby. Doch spätestens ab dem sechsten Lebensmonat brauchen Babys auch Beikost, um sich optimal zu entwickeln. Welche Beikost sinnvoll ist, zeigt dieser Ernährungsplan.
Breikost ab dem 5. Monat? Ja, aber nur zerkleinert oder püriert. Foto: © Reicher - Fotolia.com
«In keinem anderen Lebensabschnitt kommt der Ernährung eine so grosse Bedeutung zu wie in der Säuglingsphase und frühen Kindheit», so die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung. Kein Wunder: In dieser Phase entwickeln sich Kinder in einem besonders rasanten Tempo. Das erste Lebensjahr ist deshalb von entscheidender, prägender Bedeutung.
In den ersten Monaten ist Muttermilch das Beste fürs Baby. Sie ist in ihrer Zusammensetzung perfekt auf den Entwicklungsstand des Babys abgestimmt. Wer nicht stillen kann oder will, wählt künstlich hergestellte Säuglingsanfangsnahrung. «Muttermilchersatzpräparate unterliegen strengen gesetzlichen Anforderungen, die sicherstellen, dass sie die Bedürfnisse des Babys abdecken», so Muriel Jaquet, die Autorin der Broschüre «Mutter und Kind». Hyperallergene Milch eignet sich für allergiegefährdete Kinder.
Viele Eltern beginnen bereits im Laufe des 5. und 6. Lebensmonats, das Baby mit Beikost zu füttern. Dafür eignen sich gedämpftes oder gedünstetes Gemüse und Obst. Noch kann das Kind aber keine Stücke schlucken. Es muss erst lernen, den Saug-Schluck-Reflex durch die Kau-Schluck-Bewegung zu ersetzen. «Das braucht Geduld», darauf weist Muriel Jaquet. Ernährung während Schwangerschaft, Stillzeit und im 1. Lebensjahr» hin, herausgegeben von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Deshalb müssen Gemüse und Obst noch püriert oder im Mixer zerkleinert werden.
«Im Laufe des 7. Lebensmonats soll das Kind anstelle einer Still- oder Schoppenmahlzeit eine vollständige, ausgewogene Mahlzeit bekommen», rät Muriel Jaquet. «Sie soll Gemüse, eine stärkehaltiges Lebensmittel und Fleisch enthalten, das insbesondere den Eisenbedarf deckt.» Fertig-Breie können selbst zubereitete Breie ersetzen. Wenn das Gläschen kein Fett enthält, sollte ihm ein Löffel Rapsöl zugefügt werden.
Lebensmittel werden am besten schrittweise eingeführt. Auf diese Weise lässt sich leicht feststellen, ob das Kind ein Lebensmittel nicht verträgt – wichtig vor allem bei allergiegefährdeten Kindern. «Wenn Sie beim ersten Versuch Karottenpüree geben, sollten Sie am nächsten und übernächsten Tag wieder Karotte geben», erklärt deshalb Muriel Jaquet. «Wenn Sie Ihrem Kind zum ersten Mal Fleisch geben, vermischen Sie es mit einem Gemüsepüree, das ihm vertraut ist.»
Weiterhin wichtig bleibt, dass der Brei eine Konsistenz hat, die das Baby schlucken kann. Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte sollten deshalb mit dem Gemüse püriert werden. Auch Fleisch, Fisch und Eier lassen sich leicht mit dem Mixer in einen Gemüsebrei einrühren. «Für die Beikost geeignet sind in der Hauptsache mageres Rindfleisch, Lammfleisch oder Putenfleisch», so Edith Gätjen, Autorin des Ratgebers «Lotta lernt essen». «Putenfleisch sollte auf jeden Fall aus artgerechter Tierhaltung stammen, bei den beiden anderen Fleischsorten ist dies ebenfalls empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig. Putenfleisch aus artgerechter Tierhaltung hat weniger Hormon- und Medikamentenrückstände und einen höheren Eisengehalt.»
Muttermilch, Muttermilch-Ersatzpräparate oder hyperallergene Säuglingsnahrung bei allergiegefährdeten Kindern (in Absprache mit dem Kinderarzt).
Im 5. und 6. Lebensmonat können Eltern beginnen, ihr Kind mit Beikost zu füttern – notwendig für die Entwicklung des Babys ist die Beikost aber noch nicht. Als erste Beikost eignen sich zum Beispiel: Fenchel, Karotten, Zucchini, Spinat, Pastinake, Kohlrabi, Broccoli, Rote Beete, Birnen, Äpfel, Himbeeren und Bananen.
Muttermilch oder Folgemilch: 2 bis 3x pro Tag, insgesamt rund 800 ml
Milchprodukte: 0 bis 1x am Tag, 50 bis 100 g Joghurt oder Milch
Gemüse: 1x pro Tag
Früchte: 1x pro Tag
Stärkehaltige Lebensmittel: 1 bis 2x pro Tag
Fleisch, Fisch und Eier: 1x pro Tag, 10 g Fleisch oder Fisch (2 Teelöffel) oder ¼ Ei.
Öl oder Fett: 1 Teelöffel Raps pro Tag
Muttermilch oder Folgemilch: 2x pro Tag, insgesamt etwa 500 ml
Milchprodukte: 0 bis 1x am Tag, 100 g Joghurt oder Milch
Gemüse: 1 bis 2x pro Tag
Früchte: 1 bis2x pro tag
Stärkehaltige Lebensmittel: 1 bis 3x pro Tag
Fleisch, Fisch und Eier: 1x pro Tag, 20 g Fleisch oder Fisch oder ½ Ei.
Öl oder Fett: 2 Teelöffel pro Tag, davon mindestens 1 Teelöffel Rapsöl
Muttermilch oder Folgemilch oder Milchprodukte: 3 Portionen pro Tag, 1 Portion = 100 g Milch oder Joghurt, 150 g Folgemilch oder Wachstumsmilch oder 15 g Hartkäse oder 30 g Weichkäse
Milchprodukte: 0 bis 1x am Tag, 50 bis 100 g Joghurt oder Milch
Gemüse: 3 Portionen pro Tag
Früchte: 2 Portionen pro Tag
Stärkehaltige Lebensmittel: 3 bis 4 Portionen pro Tag
Fleisch, Fisch und Eier: 1 Portion pro Tag, 1 Portion = 40 g Fleisch oder Fisch oder 1 Ei
Öl oder Fett: 2-3 Teelöffel pro Tag, davon mindestens 1 Teelöffel Rapsöl.
(Quelle: Mutter und Kind. Herausgeber: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung.)
Weiterführende Informationen zur Ernährung von Babys
Autor: Sigrid Schulze
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Die Rubrik «Stillen & Ernährung» wird präsentiert von Medela - Rundum versorgt in der Stillzeit! Das Familienunternehmen Medela steht für fortschrittliche Milchpumpen, Fläschchen, Sauger, Still-BH's und -Tops als auch Brustpflegeprodukte um die Bedürfnisse der Mutter und des Kindes vollumfänglich zufrieden zu stellen. Hier erfahren Sie mehr.

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