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Stillen schützt Kinder vor Übergewicht

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Die Muttermilch hat Einfluss auf das spätere Gewicht des Kindes. Babys, die in den ersten Monaten gestillt wurden, haben später ein geringeres Risiko für Übergewicht als Flaschenkinder. Warum Stillen die Kinder später nicht dick werden lässt und wie lange Sie am besten Muttermilch geben, erfahren Sie hier.

Stillen kann helfen beim Baby das Risiko für Übergewicht zu senken.

Babys, die gestillt wurden, haben ein geringeres Risiko für Übergewicht als Flaschenkinder. Foto: ©iStockphoto.com/Gansovsky Vladislav

Seit vielen Jahren schon wird diskutiert, ob zwischen Stillen und Übergewicht ein Zusammenhang besteht. Eine 2003 publizierte Übersicht ist dieser Frage nachgegangen. Die Argumente basieren im Wesentlichen auf elf Studien, von denen neun zwischen 1999 und 2002 veröffentlicht wurden. Allerdings muss man berücksichtigen, dass die meisten Studien aus den USA stammen und die Resultate deshalb vielleicht nicht unbedingt auf Europa zu übertragen sind. Die Arbeit ist eine Übersichtsarbeit und keine Studie als solches.

Von den untersuchten elf Studien haben acht gezeigt, dass Kinder, die gestillt wurden, gegenüber nicht gestillten ein um 21 bis 34 Prozent geringeres Risiko haben, im Laufe des Kindesalters übergewichtig zu werden. Im Vergleich zu anderen Faktoren, die ebenfalls das Gewicht beeinflussen, wie Ernährungsgewohnheiten, Bewegung oder familiäre Belastung scheint der Effekt des Stillens eher klein zu sein. Bedenkt man aber, dass Übergewicht in der heutigen Zeit ein sehr grosses Problem ist, so ist Stillen von Bedeutung, um Übergewicht vorzubeugen.

 

Neun Monate Stillen ist optimal

Einen Einfluss hat auch das Gewicht der Mutter. Frauen, die übergewichtig sind, geben nämlich seltener die Brust als Normalgewichtige. Interessant ist zudem die Frage, ob länger gestillte Kinder weniger dick werden als nur kurz gestillte. Vier von acht Studien zeigten einen solchen sogenannten «Dosis-Wirkungs»-Zusammenhang, eine Studie zeigte einen Trend dazu und bei drei konnte ein solcher nicht nachgewiesen werden. Gemäss einer Studie um den Forscher Gillman hatten mindestens neun Monate gestillte Kinder das geringste Übergewichtsrisiko. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen auch andere Studien. Wer sein Kind weniger als drei Monate stillte, hatte ein dickeres Kind als diejenigen, die es mindestens sechs Monate stillten.

Es gibt drei mögliche Erklärungen, warum das Stillen zu einem geringeren Risiko für Übergewicht führt:

  • Beim Stillen kann das Baby selbst bestimmen, wie viel es trinken möchte. Flaschenkinder werden im Gegensatz meist dazu angehalten, die Flasche leer zu trinken. Zudem ist es einfacher aus der Flasche zu trinken, da die Milch besser nachfliesst. Aus der Brust muss das Baby die Milch aktiv saugen. Stillbabys lernen so, wann sie satt sind, Flaschenkinder nicht. Studien haben gezeigt, dass nicht gestillte Kinder im Vergleich zu gestillten mehr Milch trinken und schneller an Gewicht zulegen. Ausserdem ist in der Muttermilch das Hormon Leptin erhalten, das im Fettstoffwechsel ebenfalls eine entscheidende Rolle spielt. Es signalisiert dem Körper, dass er satt ist.
  • Nicht gestillte Kinder haben im Durchschnitt höhere Insulinspiegel und eine längere Ansprechzeit auf Insulin als gestillte Kinder. Deshalb haben Flaschenkinder mehr Fettgewebe. Grund für den höheren Insulinspiegel bei nicht gestillten Kindern könnte die um 60 bis 70 Prozent höhere Proteindosis durch Flaschenmilch sein. Stillen wird auch mit einem geringeren Diabetes Typ 2 Risiko in Verbindung gebracht.
  • Letztlich ist es auch möglich, dass Eltern, die ihre Kinder stillen, allgemein einen gesünderen Lebensstil haben. Sie ernähren sich ausgewogener und bewegen sich mehr, auch gemeinsam mit ihren Kindern. Deshalb haben diese Kinder oft auch seltener Übergewicht.

Quelle: Sprechzimmer

 

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Kommentare

  • Anka 17.11.2011 07:20 Uhr
    Es scheint, als hätte die Natur sich was dabei gedacht mit dem Stillen und der Muttermilch. Kunstmilch ist ein guter Ersatz im NOTFALL, aber vor allen Dingen brauchen frischgebackene Mütter mehr Unterstützung beim Stillen. Die meisten Ki-Ärzte kennen sich leider überhaupt nicht (mehr) aus, sind zu schnell beim Zufüttern und vertrauen der Nahrungsmittelindustrie mehr aks dem weiblichen oder kindlichen Körper. Weg müssen wir aber auch vor der Scheu, Frauen ein "schlechtes Gewissen" zu machen, die nicht stillen "können" oder wollen. In der SS hat keiner ein Problem, Frauen massiv mit Angststrategien zu manipulieren und das Gewissen zu beeinflussen! Diese und jene zsätzliche Untersuchung MUSS unbedingt noch sein für ein gesundes Kind, und diese tollen Vitamine auch, und jeder einzige Schluck Alkohol, jede Kopfschmerztablette oder zuviel Ingwer oder Petersilie führen zu Verstümmelung oder zur Fehlgeburt. Dafür aber dann unbedingt künstlich einleiten am Termin, Morphine bei der Geburt sind plotzlich überhaupt nicht schädlich fürs Baby, oder am besten gleich ne Sectio zwei Wochen vorher - Sie wollen doch ein gesundes Kind und selber die Geburt überleben?! Leider ist meine Erfahrung am eigenen Leib und durch kritische Beobachtung die, dass das alles zusammen geht.
  • Paulsen 15.03.2010 23:07 Uhr
    Interessante Studien, besonders der Punkt das die Kinder selber lernen wann sie satt sind spricht fürs stillen. So lernen die Menschen so sehr früh das Gefühl dafür kennen, das wirkt sich sicherlich auch auf eventuelle Übergewichtigkeit aus.

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