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Sie machen sich nichts aus dem Valentinstag? Alles eine Erfindung von Floristen? Hinter dem Valentinstag steckt ein viel schönerer Brauch, als Sie vielleicht denken. Warum wir den Valentinstag feiern und wie Sie ein Valentinstag-Geschenk finden, das nicht viel kostet, aber dennoch kostbar ist, verraten wir Ihnen hier. Und mal ehrlich, wer wünscht sich nicht heimlich einen Valentinsgruss?
Der Valentinstag bringt Herzen näher zusammen. Foto: iStockphoto, Thinkstock.
Der Valentinstag gilt in vielen Ländern als Tag der Liebenden und wird mit kleinen Liebesbeweisen wie Valentinskarten, Blumen oder Pralinen begangen. Doch was es mit diesem Tag auf sich hat, ist vielen ein Rätsel. Ist er das Überbleibsel eines alten Brauchs oder wie manche Zyniker sagen, eine reine Erfindung der Blumenindustrie?
Alter Brauch und geschicktes Marketing? Beides zusammen ergibt den Valentinstag, wie wir ihn heute kennen: mit den herzigen und blumigen Geschenken für die Liebste oder den Liebsten. Warum am Valentinstag vor allem Blumen verschenkt werden, hat durchaus einen Grund: Die Tradition des Valentinstags beruht auf einer Legende, die bis in das 3. Jh. zurückreicht und sich um den katholischen Märtyrer Bischof Valentin von Terni rankt. Der Sage nach soll der Bischof junge Paare über alle Standesgrenzen hinweg getraut haben, deren Vermählung nach damalig herrschendem Gesetz des römischen Kaisers verboten waren. Den Paaren schenkte er zur Trauung Blumen aus seinem Garten.
Am 14. Februar 269 n. Chr. wurde der Bischof Valentin wegen seines Glaubens hingerichtet. 200 Jahre nach seinem Tod sprach ihn der katholische Papst Gelasius heilig und erklärte den 14. Februar zum Valentinstag. Junge Römer sollen fortan am Valentinstag Blumen an weibliche Familienmitglieder verschenkt haben. Der Bischof Valentin von Terni gilt bis heute als katholischer Schutzpatron der Verliebten.
Der Valentinstag wird überall etwas verschieden zelebriert. In manchen Ländern gehört er nur den Paaren, in anderen ist er ein ausgewachsenes Familienfest. Allen Ländern gemein sind aber kleine Rituale und Aufmerksamkeiten. Zunächst war der Valentinstag vor allem im angelsächsischen Raum bekannt. Dort wurden seit dem 15. Jh. Valentinspaare ausgelost, die sich am 14. Februar kleine Geschenke oder Gedichte zukommen liessen. Weil viele zudem glaubten, dass der erste Mann, den eine junge Frau am Valentinstag zu Gesicht bekam, ihr zukünftig Ehemann sei, sollen eifrige Junggesellen versucht haben Ihrem Liebesglück nachzuhelfen, indem sie mit Blumen vor der Tür der Auserwählten warteten. Ein andere Sage sagt, dass die heutigen Valentinskarten und Blumengeschenke auf den englischen Dichter Samuel Pepys und seine Gattin zurückgehen. Im 17. Jh. Soll der verliebte Dichter Pepys seiner Ehefrau einen Liebesbrief auf einem besonders schönen Papier geschrieben haben, auf den sie sich dann gerührt mit einem Blumenstrauss revanchiert hat. Insbesondere die englische High Society soll sich diesen Brauch daraufhin zu eigen gemacht haben.
Auch in den USA wird der Valentinstag zelebriert, denn englische Auswanderer nahmen die Ritual des Valentinstag mit in die Staaten. Bis heute ist es in den USA üblich am 14. Februar Valentinskarten und Valentinsgeschenke zu verschicken. Die Anzahl an Valentinsgrüssen gilt heute auch oft als Gradmesser der Popularität. Nach dem zweiten Weltkrieg kam der Valentinstag über die amerikanischen Soldaten in den deutschsprachigen Raum. Durch die Werbung der Blumen- und Süsswarenhändler erfuhr der 14. Februar eine immer grösser werdende Popularität. Im Land der überschäumenden Amore, in Italien, dienen am Valentinstag zum Beispiel Brücken als Treffpunkt. Paare befestigten Vorhänge- oder Fahrradschlösser, sogenannte «Liebesschlösser», mit Initialen an die Brücke an und werfen den dazugehörigen Schlüssel ins Wasser. Dabei darf sich etwas gewünscht werden. In Südkorea verfolgt man das Liebesglück dagegen besonders hartnäckig. Dreimaliges Feiern gibt der Bevölkerung die dreifache Chance auf Glück: Wer am 14. Februar, dem Valentinstag, und am 14. März, dem White Day, kein Glück hatte, betrauert dies schliesslich am 14. April, dem Black Day, mit Nudeln und schwarzer Sosse. Anderes Land, anderes Datum, aber nicht andere Sitte: In Brasilien wird der Valentinstag erst am 12. Juni gefeiert.
Herz oder Kommerz: Ob Brauch oder eine gute Portion Marketing, lassen Sie sich den Spass an einer lieben Überraschung nicht nehmen. Auf den folgenden Seiten finden Sie romantische Ideen für Valentinstag-Geschenke, Valentinstags-Sprüche und Valentinskarten, die vor allem eins tun, nämlich von Herzen kommen.
Quelle: Wikipedia
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