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Nicht nur in der Schweiz , überall in der Welt verbindet Fussball die Menschen. Gemeinsam fiebern Fans für den Lieblingsverein, analysieren Spiele, tauschen Ergebnisse aus. Eine Faszination, die auch Kinder ansteckt: Schon die Kleinsten dribbeln und kicken Bälle beim Fussballtraining vor sich her.
Fussball gehört zu den beliebtesten Sportarten der zehn- bis 14-Jährigen. Foto: ©iStockphoto.com/Mark Bowden
Kurze Beine fliegen über das Fussballfeld. «Jetzt aber, Torben, schiess ihn rein!» ruft der Trainer vom Spielfeldrand. Der Sechsjährige nimmt Anlauf, doch der Fuss geht ins Leere. Enttäuscht schaut Torben dem Ball hinterher. Fünf Minuten später aber reckt er jubelnd die Arme gen Himmel. Torben hat ein Tor geschossen! Dafür gibts heute sogar eine Belohnung: Torben darf entscheiden, womit das Vereinstraining heute endet. «Flugkopfball», verkündet Torben fröhlich. «Machen wir!» sagt der Trainer. «Und beim nächsten Mal wird gedribbelt, Kinder. Dribbeln ist das A und O beim Fussballtraining im Verein.»
Was Kinder am Fussballtraining fasziniert
Rund 160.000 Kinder und Jugendliche spielen in der Schweiz Fussball im Verein. Fussball macht zehn- bis 14-jährigen Kindern und Jugendlichen in der Schweiz besonders viel Spass, wie aus der Studie «Sport Schweiz 2008» des Bundesamtes für Sport hervorgeht. Demnach nennen rund 32 Prozent der Befragten Fussball als beliebteste Sportart, gefolgt von Radfahren und Mountainbiken mit 23 Prozent, Schwimmen mit 19 Prozent und Turnen/Gymnastik mit 17 Prozent.
Mädchen sind allerdings nach wie vor in der Minderheit. Unter den rund 110.000 Kindern, die 2010 bei Jungend und Sport in der Sportart Fussball mitmachten, waren nur 11.200 Mädchen.
Was ist dran an dem Ball, den jeder haben will, um ihn dann schnell wieder möglichst weit weg zu schiessen? «Vermutlich ist das Kicken gegen einen Gegenstand ein Instinkt des Menschen», philosophiert Raphael Kern, verantwortlich für den Bereich Kinderfussball beim Schweizerischen Fussballverband in Muri. «Man kann dies bei Kleinkindern schon beobachten.» Doch auch ein anderer Aspekt sei zentral, betont er: «Wir spielen einfach gern. Und Fussball kann sehr leicht unseren Spieltrieb befriedigen, weil die Voraussetzungen einfach sind. Was wir brauchen, ist nur eins: einen Ball.» Darüber hinaus sei sicher auch die immense Medienpräsenz der Sportart ein Grund dafür, dass Kinder so gerne Fussball spielen.
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