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Mit seinen knuddeligen Hamsterbacken ist der Hamster schon lange zu einem beliebten Haustier geworden. Dass es sich dabei noch immer um ein «wildes Tier» handelt, wird oft vergessen. Was Hamster tun und lassen, wie sie am besten gehalten werden sollen und ob sie als Haustier für Kinder geeignet sind, erfahren Sie hier.
«So ein Schnügel», dennoch ist der Hamster kein Kuscheltier. Foto: Zoonar-Thinkstock
Ursprünglich kommt der Hamster aus Asien und Syrien. Seine Lebenserwartung liegt bei rund zwei bis drei Jahren, wobei ihre Geschlechtsreife bereits nach drei Wochen vollständig entwickelt ist. Hamster sind hauptsächlich Einzelgänger und nachtaktiv. Je nach Rasse lassen sich allerdings Unterschiede feststellen. Der Zwerghamster fühlt sich zum Beispiel im Rudel wohler. Er verzichtet auf den Winterschlaf, während der Goldhamster seine Nase in den kalten Monaten lieber unter der Erde warm behält. Gemein haben aber alle Hamster ein sehr grosses Bewegungsbedürfnis. Die berühmten Gangsysteme bauen sie um sich warmzuhalten und um Vorratskammern anzulegen.
Mit seinen unwiderstehlichen Hamsterbacken löst der Hamster so ziemlich bei jedem den «Jöö Effekt» aus. Dennoch sollten Sie ihn nicht mit einem Kuscheltier verwechseln. Anders als bei Hund und Katze handelt es sich beim Hamster noch immer um ein «wildes Tier». Passt ihm etwas nicht, beisst er gerne mal zu. Das kann Kinder erschrecken. Interessieren Kinder sich aber für die spannende Lebensweise der Hamster, bietet das Hamsterterrarium einen tollen Einblick in das Leben von Wüstentieren. Kinder können täglich live miterleben, wie so ein kleines «Wildtier» den Alltag meistert.
Wer sich einen Hamster kaufen will, sollte auf eine artgerechte Haltung achten. Die üblichen Käfige entsprechen meist nicht den Bestimmungen des Tierschutzes. Der Käfig sollte im besten Fall mehrere Quadratmeter gross und ca. 50 Zentimeter tief sein. Haben Sie nicht so viel Platz, sollte der Käfig laut Schweizer Tierschutzbund mindestens einen Meter lang, 50 bis 60 Zentimeter breit und 50 Zentimeter hoch sein. Hobelspäne, Heu und Stroh gehören zur Grundausstattung. Kletteräste, Unterschlupfmöglichkeiten aus Holz oder Korkrinden, Futtergeschirre, Trinkflasche und Sandbad dienen als Mobiliar. Nage- und Baumaterial sowie Steine zum Abwetzen der Krallen komplettieren das Hamsterzuhause. Wie wäre es, wenn Sie gemeinsam mit den Kindern im Wald nach passenden Ästen und Rinden suchen?
Vermeiden sollten Sie das Hamsterrad, da es laut Tierschutzbund Verhaltensstörungen auslösen kann. Mit etwas Geduld werden Hamster zahm, nehmen Futter aus der Hand und tolerieren es, wenn sie hochgehoben werden. Zahme Tiere können unter Aufsicht freien Auslauf in der Wohnung erhalten. Sie müssen jedoch aufpassen, dass sie sich nicht hinter den Möbeln verkriechen.
Hamsterkörnermischung, Obst, Gemüse, Kräuter, Hirsekolben, Zweige mit Knospen sind gesunde Leckerbissen für Hamster. Ein bisschen Eiweiss sorgt für starke Knochen. Gekochtes Ei, rohes, mageres Hackfleisch, Quark oder Joghurt können ohne Probleme dem Futter beigemischt werden. Für Kinder ist das Füttern eine schöne Aufgabe, um Verantwortung zu lernen.
Hamster werden in der hohlen Hand getragen. An der Nackenfalte dürfen Hamster nur in Notfallsituationen gehalten werden.
Hamsterbacken und hamstern werden nicht einfach so in Zusammenhang gebracht. Hamster können ihre Backen bis aufs doppelte ihrer Körpergrösse ausdehnen. In ihren Backen sammeln sie die Nahrung, die später in ihr Unterschlupf gebracht wird.
Autor: Martina Waldis im Septemer 2012

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