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Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen sind ausgesprochen nützliche Insekten. Wer sich mit der Familie draussen aufhält, möchte dennoch möglichst von ihnen in Ruhe gelassen werden. Viele Kinder haben Angst vor einem Bienen- oder Wespenstich. Wie sie die Angst verlieren können und was gegen einen Stich hilft, lesen Sie hier.
Die fleissigen Bienen machen uns viel Freude. Dank ihnen können wir Früchte ernten und Honig essen. Foto: Stockbyte, John Foxx.
Bereits drei Stiche einer Hornisse sollen einen Menschen töten können, heisst es im Volksmund. Doch tatsächlich können Menschen mehrere hundert Hornissenstiche überleben. Das Bild von Bienen und Hummeln, Wespen und Hornissen ist von Angst und Vorurteilen geprägt. Klar, dass sich diese Furcht vor einem Bienen- oder Wespenstich auch auf Kinder überträgt. Doch wer sich mit den fleissigen Tieren vertraut macht, merkt schnell, dass Sorgen weitgehend unbegründet sind.
Kinder verlieren ihre Angst vor einem Wespenstich wenn sie begreifen, wie wichtig Bienen und Hummeln, Wespen und Hornissen für unser Leben sind. Haben Sie schon einmal mit Ihrem Kind beobachtet, wie die Insekten die Blüten anfliegen, um süssen Nektar aufzusaugen? Erklären Sie Ihrem Kind, dass dabei Blütenstaub, die sogenannten Pollen, an ihren haarigen Körpern haften bleibt. Beim Besuch der nächsten Blüte fallen diese Pollen auf die klebrige Narbe und befruchten die Blüte, so dass sie zu einer Frucht werden kann: zu einer Erdbeere, zu einem Apfel, einer Tomate. Aus den Samen der Früchte wachsen neue Pflanzen. So können Kinder gut begreifen, dass Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen geschützt werden müssen. Sie sind notwendig für unsere Nahrungsmittel-Versorgung.
Alle weiblichen Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen, also die Arbeiterinnen und Königinnen, können stechen. «Der Stachel dient dazu, sich gegen andere Hautflügler zu verteidigen, die zum Beispiel das Nest ausplündern oder erwachsene Tiere erbeuten wollen», erklärt der Schweizer Tierschutz. «Honigbienen können sich zum Beispiel gegenseitig die Vorräte klauen.»
Zum Glück stechen Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen Menschen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Und bedroht fühlen sie sich, wenn sie geschlagen oder angepustet werden. Kinder müssen sich vor einem Wespenstich nicht fürchten, wenn sie die Tiere in Ruhe lassen.
Darüber hinaus sollten Kinder wissen: «Draussen darf ich nur mit dem Strohhalm trinken!» und «Essen muss immer abgedeckt sein.» Denn zu gross ist die Gefahr, versehentlich eine Wespe oder Biene zu verschlucken.
Auch Eltern können viel dafür tun, einen Wespenstich zu vermeiden: Wer Fliegengazes an Fenstern und Türen anbringt, schützt die Wohnung wirkungsvoll vor Bienen und Wespen. Sinnvoll ist es darüber hinaus, kleinen Kindern nach dem Essen den Mund abzuwischen, damit Wespen nicht von süssen Nahrungsresten angelockt werden.
Lassen Wespen beim Essen im Garten die Familie nicht in Ruhe, hilft folgende Ablenkungsstrategie: Legen Sie den Wespen fünf bis zehn Meter entfernt überreife Weintrauben hin – die mögen die ungeliebten Tischgäste besonders gern. Unverdünnte Marmelade oder reiner Honig wirken dagegen als Ablenkung weniger gut, warnt der Naturschutzbund Deutschland. Sie machen Wespen aggressiv.
Bienen:
Bienen haben meist schwarze und braune Streifen. Gut erkennbar sind sie an den vielen feinen Haaren und ihrem langen dünnen Rüssel, mit dem sie den Nektar der Blüten aufnehmen. Hummeln, die ebenfalls zu den Bienen zählen, sind wesentlich dicker und runder. Beim Grillieren muss man vor Bienen keine Angst haben: Sie interessieren sich nicht für Fleisch. Ihre wichtigste Nahrungsquelle sind süsse Pflanzensäfte – insbesondere Nektar.
Wespen:
Wespen sind nicht behaart und wirken dadurch viel schlanker als Hummeln – sie haben die sogenannte «Wespentaille». Wespen sind stets schwarz- gelb gestreift. Hornissen, die zu den Wespen zählen, fallen durch ihre Grösse auf. Eine Arbeiterin kann 2,5 Zentimeter, eine Königin sogar vier Zentimeter lang werden.
Wespen sind im Gegensatz zu Bienen keine Vegetarier. Zwar fressen sie selbst hauptsächlich pflanzliche Nahrung – im Herbst zum Beispiel überreifes Fallobst - , doch ihre Larven füttern sie mit tierischer Nahrung. «So erbeuten sie andere Insekten und zerkauen diese zu einem Fleischbrei», erklärt der Schweizer Tierschutz.
Sicher, ein Stich ist schmerzhaft und für Kinder eine erschreckende Erfahrung. Tröstlich ist dagegen, dass er in der Regel nicht gefährlich ist. Gefährlich kann aber ein Stich im Mund oder Rachen sein. Er ist auf jeden Fall Anlass, sofort ärztliche Hilfe aufzusuchen, denn er kann die Atmung erheblich behindern.
Wer keine Insektenstichsalbe im Haus hat, kann auf dieses alte Hausmittel zurückgreifen: Eine Zwiebel halbieren und die frisch aufgeschnittene Hälfte 15 Minuten auf die Stichstelle drücken. Darüber hinaus sollten Schwellungen gekühlt werden.
Nach einem Bienenstich bleibt der Stachel in der Haut stecken – er sollte möglichst schnell entfernt werden. Wespen dagegen behalten ihren Stachel und können mit ihm immer wieder zustechen.
Weiterführende Links zu Wespen
Autor: Sigrid Schulze, 18. Juni 2012
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