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Es ist für Frauen der weitaus häufigste Krebs: Brustkrebs betrifft jährlich 4000 Frauen in der Schweiz. Die Todesrate ist jedoch rückläufig, da durch Mammografie und Selbstuntersuchung die Knoten in der Brust zeitig entdeckt werden und der Krebs im Frühstadium gestoppt werden kann.
Regelmässige Selbstuntersuchung ist wichtiger Bestandteil der Krebsvorsorge. Foto: Zoonar, Thinkstock
Brustkrebs bleibt die häufigste Todesursache bei Krebs, obwohl die Überlebenschancen mittlerweile wesentlich besser sind als noch vor einigen Jahren. Je früher der Krebs an der Brust erkannt wird, um so wahrscheinlicher ist es, dass ein normales Leben nach dem Krebs möglich ist. Brustkrebs betrifft vor allem Frauen ab 50, die ihre Menopause schon hinter sich haben. Doch ungefähr 20 Prozent aller Brustkrebserkrankungen treten auch bei jüngeren Frauen auf. Grund genug, sich in jedem Alter mit Brustkrebs zu beschäftigen und genau zu wissen, wie Sie erste Anzeichen selbst erkennen kann.
Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, was den Brustkrebs auslöst. Es gibt jedoch verschiedene Risiken, die eine Erkrankung begünstigen können. Dies ist zunächst einmal das Alter. Auch wer Verwandte ersten Grades, wie Mutter, Schwester oder Tochter hat, die von Brustkrebs betroffen sind, kann ein erhöhtes Risiko haben, selbst daran zu erkranken. Eine Vererbung betrifft jedoch nur fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebsfälle.
Wer bereits Krebs in einer Brust hat oder hatte, muss damit rechnen, dass es auch in der anderen Brust zu einem Krebstumor kommt. Eine zeitige erste Menstruation oder eine späte Menopause gelten weiterhin als Risikofaktoren.
Hat eine Frau keine Kinder oder ihr erstes Kind spät bekommen, so kann sich die Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs erhöhen. Neue Untersuchungen legen die Vermutung nahe, dass Mütter, die ihre Kinder gestillt haben, dagegen ein geringeres Risiko für Brustkrebs haben.
Das Tückische an Brustkrebs ist, dass er im Anfangsstadium in der Regel keine Schmerzen bereitet. Wer jedoch die ersten Anzeichen und Symptome richtig erkennt und ärztlichen Rat sucht, hat gute Chancen, den Krebs an der Brust schon im Frühstadium zu bekämpfen.
Das wichtigste Instrument zur eigenen Vorsorge ist eine monatliche Selbstkontrolle. Dies ist eine gute Ergänzung zur Vorsorge durch Ihren Frauenarzt. Vor der Menopause ist der beste Zeitpunkt gegen der Ende der Monatsblutung, da die Brust an diesen Tagen besonders weich ist. Nach den Wechseljahren spielt es keine Rolle, wann Sie eine Selbstuntersuchung durchführen. Einmal im Monat ist jedoch auch dann ein guter Richtwert. Stellen Sie sich dazu am Besten vor den Spiegel und kontrollieren Sie: Hat sich die Haut verändert? Gibt es Einziehungen oder Vorwölbungen? Hat sich vielleicht die Form der Brust verändert? Beobachten Sie danach, ob sich etwas verändert hat, wenn Sie die Hände in die Hüften stemmen und wenn Sie die Hände hinter dem Kopf halten und Ihren Körper nach rechts und links drehen. Tasten Sie anschliessend Ihre Brust ab, ob Sie Knötchen erfühlen können. Im Liegen sollten sie zum Schluss noch Ihre Achselhöhlen auf Veränderungen untersuchen. Fällt Ihnen bei einer solchen Untersuchung etwas Ungewöhnliches und Neues auf, können Sie zum Beispiel Verhärtungen oder Knötchen erfühlen, die Brüste ziehen oder die Brustwarzen haben sich verändert, so sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Ihr Frauenarzt wird ebenfalls regelmässig Ihre Brust abtasten und Sie eventuell im Alter von 50 bis 69 aller zwei Jahre zu einer Mammografie einladen. Diese systematische Vorsorge ist jedoch nicht in allen Kantonen der Schweiz der Fall. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrem Arzt nach.
Die meisten aller Verdachtsmomente auf Brustkrebs erhärten sich nicht, von zehn gefundenen Veränderungen in der Brust sind neun kein bösartiger Tumor. Sollte sich jedoch herausstellen, dass sich ein Krebs in der Brust gebildet hat, so wird dieser in den meisten Fällen zunächst operativ entfernt. Der Chirurg wird dabei nach Möglichkeit die Brust erhalten. Dies ist heute in etwa zwei Dritteln aller Brustkrebsoperationen der Fall. Ist der bösartige Knoten zu gross oder hat sich der Krebs in der Brust ausgebreitet, so kann eine Brustamputation notwendig werden.
Nach einer brusterhaltenden Operation ist eine Strahlentherapie notwendig, um das Risiko einer Wiedererkrankung zu senken. Ausserdem erfolgt zusätzlich meist eine medikamentöse Therapie, entweder als Chemo- oder Hormontherapie.
Links zum Thema Brustkrebs
Quelle: sprechzimmer.ch, Autor: Julia Wohlgemuth
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