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Mit 18 Jahren starten Kinder ins eigene Leben. Dank der neu gewonnenen Freiheit denken erwachsene Jugendliche kaum an Steuern, Kostgeld und Versicherungen. Hier finden Sie deshalb Tipps, was bei Volljährigkeit beachtet werden soll.
Der Umzug in die erste eigene Wohnnung ist für viele erwachsene Jugendliche etwas besonderes. Foto: ©iStockphoto.com/YinYang
Wenn Kinder in die Pubertät kommen, haben Eltern einen nicht mehr allzu grossen Stellenwert. Der Freundeskreis, Hobbys oder auch der erste richtige Freund/ die erste richtige Freundin stehen an erster Stelle. Wenn aber der 18. Geburtstag erreicht ist, beginnt eine neue Ära. Die heissersehnte Volljährigkeit bedeutet Freiheit, Führerausweis, Unabhängigkeit und volle Geschäftstüchtigkeit.
Der Umgang zwischen Kind und Eltern ändert sich. Die Erziehungsberechtigten haben als solche ausgedient. Ihr Kind muss sich nicht mehr an elterliche Regeln zu Ausgehen, Alkohol oder schulische Angelegenheiten halten – es kann frei über sein Leben bestimmen.
Nicht alle Eltern gehen das Lockerlassen in der Erziehung so gelassen an, wie Claudia Winter, deren Sohn in drei Wochen volljährig wird. Grafikdesignerin Claudia Winter: «Meine Eltern haben ewig geklammert und ich musste mich radikal losreissen.» Eine Erfahrung, die sie ihrem Sohn nicht weitergeben will: «Die Ablösung von Eltern und Kind beginnt ja nicht am 18. Geburtstag, sondern wesentlich früher. Durch immer neue Freiräume und Vertrauen, welches ich meinem Kind entgegenbringe», erklärt sie. Eine Ansicht, die der dänische Erziehungsexperte und Familientherapeut Jesper Juul bestätigt: «Elterliche Führung muss sich zwischen Kind und Jugendlichem sehr unterscheiden. Kinder brauchen Eltern, die als Leuchttürme fungieren, also mehr oder weniger regelmässig klare Signale schicken. So können sich Kinder orientieren. Jugendliche brauchen Eltern als Sparringpartner, die maximalen Widerstand anbieten und dabei minimalen Schaden anrichten.» Was heisst das konkret? In der Pubertät ist die Zeit der Orientierung abgeschlossen, die Jugendlichen haben ihren eigenen Kopf und Ansichten. Wenn das erwachsene Kind weiterhin den Kontakt sucht, Eltern als Gesprächspartner und Ratgeber schätzt, haben Eltern gute Erziehungsarbeit geleistet, so Juul.
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