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Soll man so jung schon Mutter werden?
Die Schwangerschaft bei Jugendlichen wurde in den letzten Jahren mehrmals zur öffentlichen Diskussion gestellt. Einige Fälle wurden sogar stark medialisiert. Die Freude über ein neues Leben und die damit zusammenhängende Aufgaben werden einander gegenübergestellt.
In Westeuropa hat sich die Teenagerschwangerschaft von einem medizinischen zu einem psychosozialen Risiko entwickelt. Denn die Teenager sind nicht selten mit Ausschluss aus der Herkunftsfamilie, Abbruch der Ausbildung und Marginalisierung, die mit einer abrupten Beendung der Adoleszenz zusammenhängt konfrontiert.
Eine Teenager-Schwangerschaft ist eine Herausforderung nicht nur für die junge Mutter. Eine jugendliche Mutter ist deshalb in der Regel auf eine externe Hilfe angewiesen.
Wenig Babys von Teenagern
Im Jahr 2007 lag die Geburtenrate der 15- bis 19-Jährigen bei 3.1 Geburten auf 1000 Frauen. Zwei Jahre früher bewegte sich die Zahl der Geburten von Frauen unter 20 Jahren bei rund vier Lebendgeburten auf 1000 Frauen zwischen 15 und 19 Jahren. Statistische Zahlen deuten auf einen Rückgang hin. Dies entspricht sogar einem der niedrigsten Werte in Europa.

Statistisch gesehen besteht eine Korrelation zwischen Adoleszentenschwangerschaften, Armut, tiefem Ausbildungsniveau, Alleinerziehung und Unstabilität der Familie in Bezug auf den Wohnort. Zusätzlich wird das Risiko durch das Auftreten von Teenager-Schwangerschaften in der Familie erhöht.
Die meisten Statistiken bezeugen, dass irrtümlicherweise oft davon ausgegangen wird, während der Adoleszenz auftretende Schwangerschaften seien ungewollt. Deshalb werden oft nur die Zahlen der Schwangerschaftsabbrüche und der Geburten statistisch erfasst.
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