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Bücher können durchaus sinnvoll sein, sie können Eindrücke vermitteln und aufklären. Aber eine konkrete Entscheidungshilfe im Familienalltag kann und soll ein Erziehungsratgeber nicht sein. Denn die richtigen Experten sind die Eltern, sie haben ihre Kinder schon ein Leben lang begleitet: Bei den ersten Schrittchen Beifall geklatscht, bei Gewitter Trost gespendet, die Schultüte gefüllt und gemeinsam das neue Hochbett aufgebaut. Auf diese Erlebnisse gilt es sich zu besinnen, wie viele kleine und grosse Probleme schon gemeinsam gestemmt und behoben wurden. Bis jetzt ging schliesslich auch immer alles gut. Dieses instinktive Bauchgefühl spielt in der Erziehung eine grosse Rolle: Was ist gut für mein Kind?
In der Pubertät wandelt es sich, denn der Nachwuchs muss, damit aus ihm eine eigenständige, verantwortungsbewusste Persönlichkeit wird, lernen eigene Entscheidungen zu treffen und sich von den Eltern abzugrenzen. Eltern kommen nicht umhin manche Entscheidungen ihres pubertierenden Kindes zu akzeptieren: Die Wahl der Freunde, das exzentrische Outfit oder den Ausstieg aus dem Tennissport, obwohl es prädestiniert dafür ist und glorreiche Siege errungen hat.
Eltern müssen stets zwischen den Entscheidungen, welche ihr Kind trifft und der Person selbst trennen. Eine klare ehrliche Aussage der Eltern ist enorm wichtig, sie stellt ihren Standpunkt dar: «Ich finde es nicht gut, dass du mit dem Tennisspielen aufhörst. Jahrelang war es sehr wichtig für dich. Vielleicht wirst du es später bereuen. Aber dennoch akzeptiere ich deine Entscheidung» Auf diese Weise fühlt sich der Heranwachsende ernstgenommen und erfährt Wertschätzung, denn seine Ansicht zählt ebenso wie die der Eltern.
- 1. Teil Pubertät: Erziehungstipps
- 2. Teil Hilfe von Experten
- 3. Teil Eigener Standpunkt
- 4. Teil Alkohol, Drogen und Gewalt
- 5. Teil Hier finden Sie Hilfe
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