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Zu den illegalen Drogen gehören unter anderem Haschisch, LSD, Kokain und Heroin. Für manche Eltern ein Potpourri der Gefährlichkeit. Haschisch wie Heroin - alles das Gleiche. Schon beim ersten Joint des 17-jährigen Nachwuchses sehen sie ihn bereits als Schwerstabhängigen. Anders wird dies vielleicht die Generation Techno sehen, welche in ihrer eigenen Jugend Anfang der 90er Jahre selbst manchmal konsumiert hat. Manche Jugendlichen werden gross ohne jemals einen Joint gedreht zu haben, für andere wird er jahrelang zu einem gelungenen Partywochenende dazugehören. Für einige ist der Joint die Einstiegsdroge.
Grundsätzlich gilt: Je schneller die Wirkung nach der Einnahme eintritt, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit eine Sucht zu entwickeln. Ein weiterer Faktor ist die Intensität, mit welcher die Droge ihre Wirkung entfaltet. Eine beginnende Abhängigkeit zeigt sich darin, dass sich der Körper auf den regelmässigen «Genuss» der Droge einstellt. Bleibt dieser aus, reagiert der Körper mit Entzugserscheinungen wie Nervosität, Unruhe oder Schwitzen.
Aber nicht nur der Körper gewöhnt sich an die Rauschmittel. Natürlich auch die Psyche. Diese verlangt mit einer immensen und unkontrollierbaren Kraft nach dem jeweiligen Stoff. Der Lebensmittelpunkt ist die Droge. Sie beeinflusst die Stimmung und den Lebensalltag. Alles andere wird nebensächlich. Das persönliche Leben kreist um die Droge. Auch wenn die süchtige Person sich selbst im Klaren ist, dass die Droge sehr schädlich ist und bereits Folgeerscheinungen aufgrund des Konsums eintreten, kann der Suchtmittelkonsum nicht mehr eigenständig kontrolliert werden. Deshalb wird eine Sucht auch offiziell als Krankheit anerkannt.
Was also tun?
Wie schon erwähnt, ist Konsum nicht Konsum. Fährt die 18-jährige Tochter mit Freunden nach Amsterdam, um sich von Coffee-Shop zu Coffee-Shop zu rauchen, finden Eltern das nicht gut. Wenn das junge Mädchen im Alltag bravourös seine Ausbildung meistert, im Kanuverein aktiv ist und sonntags die Clique zum Grillen einlädt, ist alles in bester Ordnung. Sie hat ihr Leben im Griff und setzt die Prioritäten richtig.
Wenn aber jeden Abend komisch riechende Nebelschwaden aus dem Jugendzimmer strömen, die schulischen Leistungen schlimmer werden und alle Hobbys plötzlich out sind, sollten Eltern aufmerksam werden. Der beste Ansprechpartner ist der Hausarzt, er kann die Situation objektiv beurteilen und einen Rat geben. Kompetenten Rat geben ausserdem Suchtberatungsstellen. Diese haben mehrere Ansätze: Sie stehen besorgten Eltern sowie dem Süchtigen selbst mit Rat und Tat zur Seite und haben konkrete Lösungsvorschläge wie das Suchtproblem angegangen werden kann.
Weiterführende Links zu Beratungsstellen
www.suchthilfe-ags.ch: Die Suchtberatungsstelle Aarau bietet individuelle und kostenlose Beratung an.
www.alkohol-hilfe.de/Schweiz/schweiz.htm: Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen & Organisationen für Alkoholkranke und deren Angehörige in der Schweiz
Buchtipp:
«Ich rauche doch nur Joints!» Was Sie über Drogen wissen müssen - und was Jugendliche Ihnen nie erzählen würden, Lina Rhan und Ulla Rhan, Kösel-Verlag, 2009
Text: Natascha Mahle
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