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Gerade in den ersten Lebensjahren ist es für die spätere Entwicklung entscheidend, ob ein Kind mit einer Sehstörung eine Brille trägt. Denn ein Augenproblem, das als Baby unbehandelt oder gar unentdeckt bleibt, kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.
Eine Brille für das Baby oder Kleinkind kann schwere Sehstörungen als Erwachsener verhindern. Foto: ©iStockphoto.com/Jane norton
Wie die anderen Sinnesorgane sind auch die Augen bei einem Baby noch nicht voll entwickelt. Die Nervenbahnen, welche die Augen mit dem Gehirn verbinden, sind noch nicht ausgereift. Es dauert etwa sieben Jahre bis ein Kind vollwertig sehen kann.
Wird der Entwicklungsprozess in den ersten Jahren gestört, kommt es zu einer Sehstörung, die auch zur Erblindung führen kann. An das Gehirn werden nun nur noch unscharfe oder unvollständige Bilder gesendet. Es lernt deshalb auch nicht, scharfe Bilder zu verarbeiten. Je früher ein Kind eine Augenerkrankung erleidet, desto stärker wird die Sehentwicklung beeinträchtigt.
Sehtest spätestens im Alter von zwei Jahren
Eine Brillenkorrektur oder eine Operation im Erwachsenenalter kommen dann viel zu spät. Eltern müssen deshalb schon frühzeitig reagieren und das Sehvermögen des Kindes beobachten. Ein Baby kann aber selbst nicht erklären, dass es schlecht sieht. Der Besuch beim Augenarzt, der einen Sehtest durchführen kann, gehört spätestens im Alter von zwei Jahren dazu. Trägt in der Familie jemand eine Brille, sollte das Baby schon mit einem halben Jahr zu einer Augenuntersuchung. Beim Kinderarzt wird im Alter von einem Jahr auch eine Augenkontrolle durchgeführt, bei der der Arzt feststellt, ob das Kind zum Beispiel schielt.
Merken Eltern allerdings schon, dass bei ihrem Kind etwas nicht stimmt, so sollte der Arzt unabhängig vom Alter sofort aufgesucht werden. Hinweise auf eine Erkrankung sind zum Beispiel wenn die Augen des Babys zittern, es ab dem achten Monat immer noch schielt oder den Kopf zwanghaft schiefhält, es auf Licht kaum oder nicht reagiert, die Augen auffallend gross sind, die Hornhaut getrübt ist, die Pupillen grauweiss sind, es ständig mit den Fingern in den Augen reibt oder die Augen verdreht, ohne etwas anzuschauen und es an Dingen vorbeigreift.
Der Augenarzt ist in der Lage mit entsprechenden Sehtests schmerzfrei und spielerisch das Sehvermögen des Kindes zu testen. Sieht das Baby schlecht, kann eine Brille oder ein Augenpflaster in den meisten Fällen schon weiterhelfen. Im besten Fall wird später ein Sehvermögen von 100 Prozent erreicht.
- 1. Teil Eine Brille für das Baby
- 2. Teil Bei Schielen hilft Augenpflaster
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Kommentare
Hallo,
seit mittlerweilen 13 Jahren trage ich eine Brille! Seitdem haben sich meine Augen kein bisschen verbessert! Ich habe mit 8 Monaten meine allererste Brille bekommen. Damals hatt ich auf beiden Augen 7,7 Dioptrien! Dazu habe ich auch noch geschielt! Mittlerweile schiele ich zwar nicht mehr, aber meine 7,7 Dioptrien habe ich immer noch!
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