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Kinder verbinden mit Weihnachten vor allem Lebkuchen und Marzipan, den geschmückten Baum und nicht zuletzt viele Geschenke. Doch hinter Weihnachten steckt eine tiefere Bedeutung: Das Fest erinnert an Jesus Geburt. Eltern können auf vielfältige Weise Kindern die Weihnachtsgeschichte vermitteln.
Krippenfiguren sind ideal, um Kindern die Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Foto: © Alexander Hoffmann - Fotolia.com
Das Baby liegt im Stroh der Krippe, Esel und Ochse stehen daneben, der Stern leuchtet hoch oben am Himmel. «Die Weihnachtsgeschichte enthält viele Elemente und Symbole, die sehr gut in die Erfahrungswelt und zu den Interessen von Kindern passen», sagt Stephan Sigg, Autor von religiösen Kindern- und Jugendbüchern aus St. Gallen. Eltern haben daher viele Möglichkeiten, Kindern die Weihnachtsgeschichte vertraut zu machen.
Mit Kindern Familien-Gottesdienste im Advent besuchen
Eltern, die ihren Kindern die Weihnachtsgeschichte zugänglich machen wollen, können mit ihren Kindern in der Vorweihnachtszeit Kindergottesdienste besuchen. Dort vermitteln engagierte Mitglieder der Kirchengemeinden auf sehr kreative und zeitgemässe Weise die Botschaft von Weihnachten, zum Beispiel in Form von Krippenspielen.
«Krippenspiele bieten Kindern die Möglichkeit, in die Rolle der Weihnachts-Protagonisten zu schlüpfen. Das ist eine grosse Chance, die Ereignisse, wie sie in der Bibel geschildert werden, hautnah mitzuerleben!» erklärt Stephan Sigg. «Den gleichen Effekt hat auch das Sternsingen.» Mehr als 7.000 Kinder gehen in der Schweiz jedes Jahr um den 6. Januar herum Sternsingen, um als Weisen aus dem Osten Häuser zu segnen und für Projekte in aller Welt Geld zu sammeln.
Kinder mit Krippenfiguren die Weihnachtsgeschichte spielen lassen
Auch zu Hause lässt sich die Weihnachtsgeschichte spielerisch erleben: Viele Eltern bauen liebevoll Krippen auf, deren Figuren Kinder faszinieren. Schön, wenn sie so stabil sind, dass sie für Kinderhände geeignet sind! Wenn Eltern zusammen mit ihren Kindern die Weihnachtsgeschichte nachspielen und sich in dieser Weise auf den Weg nach Bethlehem machen, erfahren Kinder sehr eindrucksvoll, was Maria, Josef und die Hirten erlebten.
Anregungen zum Spiel der Weihnachtsgeschichte finden Sie hier: sigrid-stephenson.suite101.de und eva-maria-nielsen.suite101.de
Kindern die Bedeutung von Weihnachten vermitteln
Die Weihnachtsgeschichte ist Trägerin vieler Botschaften. So soll beispielsweise die Geburt von Jesus, Gottes Sohn, zeigen: Die Menschheit ist nicht sich selbst überlassen. Dass Jesus nicht in einem Palast, sondern als ein Kind in ärmsten Verhältnissen auf die Welt kam, zeigt darüber hinaus denselben Stellenwert von Arm und Reich vor Gottes Augen. Weil sich Jesus für Arme, Kranke und Aussenseiter einsetzte, ist er mit seiner Zivilcourage ein grosses Vorbild.
All das sind klare Botschaften, die auch jüngere Kinder schon begreifen können. Der Advent bietet eine gute Gelegenheit, mit Kindern über die Bedeutung der Weihnachtsgeschichte zu sprechen: bei Weihnachtsguetzli und einer brennenden Kerze am Nachmittag zum Beispiel.
Der Adventskranz zeigt, wie lange es noch bis Weihnachten dauert. Foto: © Herby ( Herbert ) Me - Fotolia.com
Auch Weihnachtsbräuche können dazu beitragen, sich mit der Weihnachtsgeschichte auseinanderzusetzen. Stephan Sigg sagt: «Sprechen Eltern über Adventsbräuche, lernen Kinder, dass all die spannenden Rituale nicht einfach nur so praktiziert werden, sondern dass hinter ihnen eine lange Geschichte steht. Adventsbräuche helfen, die Weihnachtsgeschichte besser zu verstehen.»
Weihnachtsbräuche und ihre Bedeutung
Weihnachtsbräuche besitzen oft eine hohe Symbolkraft.
Der Adventskalender
Jeden Tag ein Türchen öffnen: Das ist ein Ritual, das weit mehr bedeutet, als jeden Tag ein bisschen Schokolade naschen zu können. Der Adventskalender erinnert Kinder jeden Tag an das bevorstehende Weihnachtsfest und lässt sich daher sehr gut nutzen, ihnen täglich mehr über das Weihnachtsfest zu vermitteln: zum Beispiel mit Adventskalendergeschichten, die es im Buchhandel gibt.
Wie Sie einen Adventskalender basteln können, lesen Sie hier: www.familienleben.ch/weihnachten/adventskalender-basteln
Mehr zum Ursprung des Adventskalenders finden Sie hier: www.medienwerkstatt-online.de
Der Adventskranz
An jedem Adventssonntag wird eine weitere Kerze angezündet. Das bedeutet: Je mehr es auf Weihnachten zugeht, umso heller und wärmer wird es in unseren Herzen.
Wie Sie einen Adventskalender selber machen können, lesen Sie hier: www.familienleben.ch/weihnachten/adventskranz-basteln
Mehr zum Ursprung des Adventskranzes erfahren Sie unter www.katholisch.de
Der geschmückte Baum
Der Weihnachtsbaum hat seinen Ursprung im mittelalterlichen Krippenspiel: Dort wurde er als Paradiesbaum aufgestellt. Weil Adam und Eva von dem verbotenen Apfel naschten, ging von diesem Baum das Unheil aus, das den Erlöser notwendig machte. Früher zierten Äpfel den Baum – heute sind es die Christbaumkugeln.
Mehr zur Bedeutung des Festbaumes gibt es unter www.medienwerkstatt-online.de
Weiterführende Links und Buchtipps zur Weihnachtsgeschichte
- Die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas Evangelium: www.medienwerkstatt-online.de
- Der Autor Stephan Sigg: www.stephansigg.com
- Der Theologe Maurice Baumann zu Weihnachtsbräuchen: kath.ch
- Weihnachtsbräuche in Europa: www.schweizergeschichte.ch
- Die Bedeutung von Weihnachten: www.christliche-lebensberatung.ch
- Die Weihnachtsgeschichte. Von Astrid Krömer (Illustrator). Coppenrath-Verlag 2010. Gut geeignet für Zwei- bis Vierjährige.
- Erzähl mir die Weihnachtsgeschichte: Meine erste Kinderbibliothek. Von Hannelore Dierks (Autor) und Renate Seelig (Illustrator). Ravensburger Buchverlag, 3. Aufl. 2011. Gut geeignet für Zwei- bis Vierjährige.
- Die Weihnachtsgeschichte von Erik Szegedi (Autor) und Miriam Cordes (Illustrator). Oetinger Verlag, 2. Auflage 2005. Gut geeignet für Zwei- bis Vierjährige.
- Weihnachten im Stall. Von Astrid Lindgren. Oetinger Verlag, 29. Auflage. Für Kinder von vier bis sechs Jahren.
Text: Sigrid Schulze
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