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Kinder sind Weltmeister beim Hinauszögern der Hausaufgaben. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich Kinder aber auch mal gern zum Lernen motivieren. Hier finden Eltern und Kinder die passenden Tipps für Hausaufgaben.
Sie können Ihr Kind belohnen, wenn es seine Hausaufgaben regelmässig erledigt. Foto: fit-4-future
Mit gemischten Gefühlen erinnern sich Erwachsene an ihre eigene Schulzeit und insbesondere an die Hausaufgaben. Rückblickend berichten viele, dass nicht die Hausaufgaben als solches schlimm waren, sondern vielmehr der Umgang damit. Tatsächlich sind Kinder Weltmeister beim Hinauszögern der Hausaufgaben. Dies wird oftmals solange praktiziert, bis diese als echte Stressbelastung wahrgenommen werden. Lehrer bezeichnen dieses Schülerverhalten augenzwinkernd als «Verschieberitis».
Eltern sollen ihren Kindern die Hausaufgaben nicht abnehmen. Sie können hingegen geeignete Rahmenbedingungen schaffen und so ihren Kindern den Umgang mit den Hausaufgaben erleichtern. Ein Zitat der amerikanischen Autorin P. S. Buck umschreibt diesen Sachverhalt treffend: «Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden.»
Kreieren Sie ein Einstiegsritual. Das kann eine Gymnastikübung sein oder auch ein bestimmtes Lied, das zusammen gesungen wird. Rituale dienen dem Kind als klares Signal, dass es jetzt los geht mit den Hausaufgaben.
Belohnen Sie Ihr Kind, wenn es seine Hausaufgaben regelmässig und vollständig erledigt. Mit einem Hausaufgabenblatt kann Ihr Kind zusätzlich motiviert werden (Hier können Sie das Hausaufgabenblatt downloaden). Punkte (z. B. Smilies) sollten für die Anstrengung und nicht für fehlerfreies Arbeiten vergeben werden. Hat das Kind 10 Punkte gesammelt, winkt eine Belohnung in Form einer gemeinsamen Aktivität (z. B. ein Kinobesuch oder ein Ausflug mit dem Velo).
Menschen sind keine Maschinen! Die Leistungsfähigkeit variiert je nach Tageszeit. Die Zeit nach dem Mittagessen ist für Hausaufgaben eher ungeeignet. Kinder befinden sich dann im Mittagsloch, fühlen sich müde und bekunden Mühe sich zu konzentrieren. Sinnvollerweise werden die Hausaufgaben am späten Nachmittag (ab 16 Uhr) erledigt.
Planen Sie zusammen mit dem Kind eine Hausaufgabeneinheit. Idealerweise beginnt das Kind mit einfacheren Fächern oder Aufgaben. Junge Kinder können sich noch nicht so lange am Stück konzentrieren. Rechnen Sie deshalb Pausen ein. Bei Grundschülern sollten diese nach rund 20 Minuten eingelegt werden (vgl. Tabelle). Sorgen Sie in den Pausen für Frischluft und öffnen Sie die Fenster.
| Alter | Konzentrationsdauer |
| 5-7 Jahre | 15 Minuten |
| 8-9 Jahre | 20 Minuten |
| 19-12 Jahre | 25 Minuten |
| über 12 Jahre | 30 Minuten |
Erstellen Sie zusammen mit dem Kind einen Wochenzeitplan (Hier können Sie den Wochenzeitplan downloaden). Kreieren Sie dabei fixe Hausaufgaben- und Lernzeiten. Achten Sie dabei auf eine ausgewogene Verteilung der Aktivitäten und dass Ihrem Kind auch Zeit für unverplante Freizeitaktivitäten bleibt.
Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der Cleven-Stiftung und deren Projekt fit-4-future entstanden. Familienleben ist Medienpartner der Initiative. Mehr zum Projekt unter www.fit-4-future.ch.
Quelle: fit-4-future
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