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Die 26. Schwangerschaftswoche (26.SSW)
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Ist der Nuggi/Schnuller einmal abgewöhnt, dann stecken Kinder als Ersatz oft ihren Daumen in den Mund. Viele nuckeln auch ohne, trotz oder zusätzlich zum Nuggi am Daumen herum. Wenn sie ganz klein sind, geraten die Eltern dabei oft noch in Verzückung, werden sie älter, dann ist es ihnen oft nur noch peinlich.

Wenn Kinder am Daumen lutschen, ist das vor allem eine Ersatzbefriedigung. Achten Sie einmal darauf, wann das passiert. Ist es dem Kind langweilig, ist es gestresst, hat es sich geärgert, ist es überfordert oder einfach müde? Versuchen Sie solche «kritischen Zeiten» rauszufinden und dann können Sie Ihr Kind schon bevor es den Daumen in den Mund steckt, etwas ablenken, ihm etwas zu tun geben oder mit ihm etwas unternehmen. (Hinaus gehen, ein Spiel machen, etwas zeichnen, es im Haushalt mithelfen lassen, ein Buch zusammen anschauen usw).
Oft ist es auch einfach eine Gewohnheit und die Kinder merken es manchmal selber gar nicht mehr. Um die Kinder daran zu erinnern, können Sie z.B den Daumennagel mit einem farbigen Nagellack anmalen, dann fällt es dem Kind schneller auf, wenn es den farbigen Daumen in den Mund stecken will. Oder Sie malen ein kleines Gesicht auf den Daumennagel oder auf den gesamten Daumen. Vielleicht geben Sie dem Gesicht auch einen Namen, «Max» oder «Fridolin» oder «Anastasia». Sie können dazu auch eine Geschichte erfinden. Dass Anastasia gar nicht gerne hat, wenn sie nass wird, dass sie sich immer ganz schnell, furchtbar erkältet, dass sie sich am morgen immer schön frisiert und die Lippen schminkt und Angst hat, wenn sie dann in den nassen, grossen Mund gesteckt wird.
Vielleicht können Sie dann jeweils auch den «Max» oder den «Fridolin» mit einer lustigen Stimme nachmachen: «Hiiiilfe, jetzt bin ich schon wieder in diesem grässlichen Mund eingesperrt... Ich will hier raaaausss!» usw. Gerade am Anfang, zum Abgewöhnen, können solche Geschichten hilfreich sein. Sie können auch zusammen einen «Alarm» ausdenken. Immer wenn Ihr Kind den Daumen in den Mund steckt, geht dieser Alarm los.
Wenn Sie sich entscheiden, dem Kind eine dieser bitteren Flüssigkeiten auf den Nagel zu streichen dann sollten Sie das immer im Zusammenhang mit einer solchen Geschichte oder einem Alarm machen. Der bittere Geschmack, soll ja nicht eine Strafe sein, sondern das Kind viel mehr daran erinnern, dass es wieder den Daumen im Mund hat. Bücher können oft auch hilfreich sein. Schauen Sie am besten Mal mit den Stichwörtern «Kinder» und «Nuggi/Schnuller».
Text: Kathrin Buholzer von www.elternplanet.ch, Elterntrainerin und Mutter von zwei MädchenEventkalender
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Kommentare
Hallo,
ich möchte auf diesem Weg kurz von meiner Tochter erzählen. Sie ist jetzt 3,5 Jahre und hat SEHR viel gedäumelt. Ich habe mir grosse Sorgen gemacht und wirklich viel versucht. Am Ende hat sie immer nur noch mehr gedäumelt. An dieser Stelle möchte ich meinen Kinderarzt zitieren: " Lieber später zum Kieferorthopäden also zum Psychiater." Seit dem habe ich meine Tochter einfach gelassen und das Däumeln als Rückzugsmöglichkeit für sie akzeptiert. Und seit ein paar Wochen hat sie fast aufgehört zu däumeln. Und ich glaube, das liegt daran, dass sie seit Neuestem ihre Gefühle benennen kann. Sie kann nämlich sagen, dass sie traurig oder enttäuscht ist.Ich meine beobachtet zu haben, dass es mit dem BEnennen ihrer Gefühle besser geworden ist. Also, Geduld!
LG
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