Sicherheit beim Schlitteln in der Schweiz

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Stahlblauer Himmel, die Sonne strahlt, der Schnee stiebt nur so davon. Wem schlägt das Herz nicht höher, wenn jauchzende Kindern auf Schlitten den Berg hinunter flitzen? Mit dem richtigen Schlitten und den korrekten Sicherheits-Vorkehrungen beugen Sie einem Unfall vor.

Sicherheit auf Schlitten: Gute Schlitten beugen einem Unfall vor

Schlitteln ist ein Spass für die ganze Familie. Foto: Hemera, Thinkstock

Kaum zu glauben, dass der Schlitten seinen Ursprung bei den nordamerikanischen Indianern hat. Diese transportierten ihrer Habseligkeiten in den Wintermonaten mit flachen, bis zu zwei Meter langen und mit Sehnen zusammengebunden Brettern. Im 16. und 17. Jahrhundert hielt der Schlitten auch in Mitteleuropa Einzug. Malereien zeugen davon und zeigen ganze Familien, die durch Landschaften und über zugefrorene Flüsse und Kanäle gleiten.

In der Schweiz wurde der Schlitten erstmals als Sportgerät genutzt und in Davos 1879 die erste Rodelbahn gebaut. Kurz darauf folgte das erste Schlittenrennen. Damals galt es vor allem unter den Wohlhabenden als chic eine rasante Zweikufenfahrt anzutreten.

Und einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Schlittelns kann die Schweiz für sich beanspruchen: 1928 stürzten sich in St. Moritz erstmals kühne Fahrer in einem Bob den Eiskanal hinunter. Die Aufnahme als Olympische Disziplin war eine natürliche Folge davon.

Man muss nicht alles als «Extremsport» betreiben um Spass daran zu haben. Die Freude am Schlitteln führte im Laufe der Zeit dazu, dass sich der traditionelle Holzschlitten immer weiterentwickelte. Heute gibt es viele weitere Arten wie Rodelbobs, Plastikbobs, Lenkrodel und Snow Tubes, um nur einige zu nennen. Zahlreiche Accessoires sollen mehr Sicherheit oder eine höhere Geschwindigkeit bringen.

Beim Kauf eines neuen Schlittens oder Bobs für das Kind auf das TÜV-Siegel oder das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit achten.

Auch die Kleinsten sind schon dabei, wenn es ums Schlitteln geht. Foto: ©iStockphoto.com/Tobias Helbig

Der letzte Schrei stammt “ man ahnt es schon “ aus der Schweiz. Das Airboard, eine Art moderner, mit Luft gefüllter Schlitten auf dem der «Rodler» auf dem Bauch mit dem Kopf voran liegt, sich an zwei Haltegriffen festhält und bis zu 80 km/h schnell den Berg runter sausen kann.

Überdies ist Schlitteln nicht nur ein Vergnügen für Kinder, vor allem die rasanteren Varianten wie Snowtubing und Airboarden finden bei Jugendlichen und Erwachsenen ein steigendes Interesse. Alleine in der Schweiz gibt es etwa 150 Schlittelbahnen und 30 Snowtubingpisten.

Also nichts wie los: den guten alten Schlitten aus dem Keller holen, die Familie einpacken. Der Schneespass ist garantiert.

 

Schlitteln in der Schweiz

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Weitere schöne Schlittelwege in der Schweiz finden Sie übrigens in unserer Kartensuche unter der Kategorie Wintersport. Hier geht es zur Kartensuche.

Sicherheit beim Schlitteln

Bei all der Freude darf die Sicherheit nicht vernachlässigen werden, denn das Verletzungsrisiko ist nicht zu unterschätzen. Deshalb hier einige Tipps wie Sie das Vergnügen sicherer machen können.

  • Gebrauchte Schlitten auf Vordermann bringen, z.B. Schrauben nachziehen. Im Falle von Sprüngen oder morschem Holz besser einen neuen Schlitten oder Bob kaufen als Ausbesserungsarbeiten vornehmen.
  • Beim Kauf eines neuen Schlittens oder Bobs auf das TÜV-Siegel oder das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit achten.
  • Kanten müssen abgerundet oder anderweitig geschützt sein.
  • Bremsen müssen einfach zu handhaben sein und auf ihre Funktionalität geprüft werden.
  • Lehnen müssen ausreichend befestigt sein, damit Kleinkinder nicht den Halt verlieren.
  • Für jeden Mitfahrer muss eine Festhaltemöglichkeit vorhanden sein.
  • Schneegerechte Kleidung sowie Schutzausrüstung wie Fahrrad- oder Skihelme und Protektoren schützen bei Stürzen.
  • Bei Lenkrodeln muss die Lenkvorrichtung ebenfalls einfach zu handhaben sein und Belastung aushalten können.
  • Farben und Lacke sollten sich nicht ablösen.
  • Lassen Sie Ihre Kinder erst alleine schlitteln wenn sie sicher Lenken und Bremsen können.
  • Es sollten keine festen Hindernisse auf der Piste oder im Auslauf vorhanden sein.
  • Der Auslauf sollte nicht in eine Strasse münden.
  • Die Schneedecke sollte nicht gefroren sein, da der Schlitten oder Bob auf vereistem Untergrund eine hohe Geschwindigkeit erlangt und das Risiko des Kontrollverlusts sehr hoch ist.

 

Text: Sarah Benkler

 

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