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Kinderarmut in der Schweiz ist Ergebnis der Familienpolitik

 
Meinung geschrieben 11.10.2009 13:06 Uhr von Familienleben

Kinderarmut in der Schweiz ist Ergebnis der FamilienpolitikKinderarmut ist in der Schweiz ein hausgemachtes Problem und ein Resultat der Familienpolitik. Am härtesten trifft es die Kinder von Alleinerziehenden – mehrere zehntausend Kinder. Dr. Roland Lüthi, Präsident des Verbandes für alleinerziehende Mütter und Väter SVAMV, redet Klartext.



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Meinung geschrieben 11.10.2009 13:06 Uhr von Verena
Wie recht Sie haben. Ich bin 47,ledig,alleinerziehende Mutter. Meine Kinder sind mittlerweilen 19J. und 13J.Ich musste immer voll Arbeiten, bekam nie Hilfe.Unterdessen bin seit fast vier Jahren krank,Posttraumatische Belastunfsstörung,bekomme 100% IV-Rente.Es war alles viel zu viel,und heute,immer noch keine Hilfe, ich habe alles verloren. Für mich und meine Kinder eine absolut extrem Situation und ich weiss nicht, wie lange ich noch überleben kann.Das schlimmste für mich sind die wahnsinnig hohen Wohnungsmieten, wohnen ist ein Luxus für mich.Ich bin meines Erachtens, ein vom Staate produzierter Sozialfall und habe mich,in dem Moment wo ich mich für die Kinder entschieden habe,ins aus katapultiert.

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Meinung geschrieben 07.01.2010 04:29 Uhr von Ursi
Erstaunlich, dass Ihre Tatsachenschilderung nicht mehr Kommentare hervorruft! Nach wie vor ist offenbar die Frau selber schuld, dass sie durch Scheidung und/oder Kinder in die Armut fällt. Sie hätte ja nicht zu scheiden und/oder Kinder gebären müssen! Eine absolut beschämende Einstellung unserer "feinen" Gesellschaft und der meisten Gerichts- und Sozialbehörden! Sie ist in diversen wissenschaftlichen Arbeiten belegt.

Ausserdem: Dass auch Kinder alleinerziehender Eltern so intelligent sein können, dass sie zu einem Hochschulstudium fähig sind, ist für die Behörden offenbar völlig unmöglich. Deshalb erhalten diese Kinder wegen der Armut des sorgeberechtigten Elternteils zwar problemlos Stipendien bis sie volljährig sind. Bis dahin haben sie meistens die Matura geschafft. Dann werden sie abgestraft und erhalten nichts mehr, weil nun Vermögen und Einkommen des Vaters zur Berechnung der Stipendien beigezogen werden. Die Kinder müssen aber schon froh sein, wenn sie die im Scheidungsprozess dank heruntergefahrenem Einkommen und Vermögen ihres Vaters viel zu tiefen Kinderalimente während des Studiums weiterhin bekommen, ohne dass sie gegen ihren Vater klagen müssen. Dass erfahrungsgemäss Einkommen und Vermögen des Vaters meist nach dem Scheidungsurteil wieder in die Höhe steigen, die Alimente für Ex-Frau und Kinder nach Laune des Vaters von den Gerichten wohl problemlos bis unter das Existenzminimum gesenkt, aber kaum je entsprechend erhöht werden, ist eine weitere traurige Tatsache. Aber CHF 1'000.00 plus Kinderzulage reichen auch für den bescheidensten Studenten heute nicht zum Leben. Mit dem Bologna-System ist auch das Nebenbei-Arbeiten sehr schwierig geworden, und die früher typischen Studentenjobs (z.B.Sihlpost etc.) sind automatisiert oder ins Ausland ausgelagert worden. Der Vater kommt durch die Bezahlung der im Scheidungsurteil viel zu tief festgesetzten Kinderalimente seiner Unterstützungspflicht nach. - Da diese nicht zum Leben reichen und für die Berechnung von Stipendien und Studiendarlehen für volljährige Kinder Gelder herangezogen werden, auf welche das Kind weder einen Anspruch noch einen Zugriff hat, ist diesen Kindern behördlich die Zukunft verbaut!

-Bildung ist die Ressource der Schweiz.
-Kinder haben Anspruch auf eine ihren Fähigkeiten und Neigungen gemässe Ausbildung.
-Ein Studium soll nicht vom Geldbeutel des Studierenden abhängen.

Für die Kinder von Alleinerziehenden ohne Geld wird Tertiäre Erstausbildung durch behördliche Regelungen verunmöglicht! D. h. diese Kinder werden ganz konkret und schuldlos behördlich diskriminiert.

Bravo - schöne Bildungsschweiz!

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Meinung geschrieben 18.06.2010 22:23 Uhr von hampi baumann
Liebes Ursi

1000 + Kinderzulage genügen für Studenten nicht. Hingegen genügen für einen Lehrling 500 + Kinderzulagen. Muss man für diese Berechnung ein Studium vorweisen?
Ich bin seint 13 Jahren alleinerziehend und habe bei der Alimentenberechnung gemerkt, dass die Gesetze eher zu Gunsten der Frau ausgelegt werden. Also keine Alimente für 2 Kinder und mich - usw. Wenn ich heute von den hohen Berechnungen höre, frage ich mich schon, welchen Luxus müssen wir den Kindern bieten. Wir jammern in der Schweiz auf sehr hohem Niveau. Es geht auch etwas bescheidener und wer will, findet auch ein Zusatzeinkommen. Habe heute 2 tolle Fräulein in der Ausbildung, die gelernt haben: Das verzichten keine Schande ist und wenn man die Ärmel hochkrempelt, einem eine gerechte Belohnung winkt.

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