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  1. Liebe familienleben.ch-User

    Unsere Sorgerechts- und Unterhaltsexpertin Boé Nagel beantwortet Ihre Fragen zu den Themen Finanzen, Sorgerecht und Unterhalt.

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  2. Yolanda hat sich mit dieser Frage an uns gewendet:

    Hallo

    Kann mir vielleicht jemand helfen? Unsre Situation ist Folgende:
    Mein Partner und ich leben in Deutschland, er schafft aber in der Schweiz. Er hat eine fast 11-jährige Tochter die mit der Kindesmutter seit einigen Jahren in der Schweiz lebt. Die Kindesmutter ist seit 4 Jahren mit einem Schweizer verheiratet und hat auch ein weiteres Kind.
    Mein Partner zahlt nach schweizer Gesetz etwa 800 CHF Kindesunterhalt.
    Wir sind jetzt fast 5 Jahre zusammen und ich erwarte ein gemeinsames Kind.
    Wie beläuft es sich nun mit dem Unterhalt der 1. Tochter, es muss doch reduziert werden, oder??? Mein Partner hat Panik, dass der Unterhalt so bleibt oder seine Ex gar noch mehr verlangt übers Gericht.

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  3. A.S. hat sich mit dieser Frage an uns gewendet:

    Beim Trennungsurteil hat meine Frau die alleinige Obhut erhalten. Die Obhut war sehr strittig und der Entscheid war aus meiner Sicht nicht verantwortbar (Begründungen gingen zu weit, sind aber teilweise sogar strafrechtlich bewiesen). Da nun mein Sohn nach kurzer Zeit (1 Monat) unter der Obhut meiner bald-Ex-Frau bei den schulischen Leistungen massiv abgenommen hat und aufgrund seines Verhaltens nicht mehr in der Schule bleiben konnte und da meine Frau angeblich krank ist, habe ich für eine neue Schullösung gesucht und er und sein kleiner Bruder leben nun beide bei mir. Das schulische Verhalten meines grösseren Sohnes ist nun gut tragbar, muss aber natürlich noch weiter beobachtet werden. Bei der Vormundschaftsbehörde liegt ein Obhutswechselantrag vor (und noch viele weitere Anträge), aber werden seit Monaten verzögert (2-6 Monate). Eine Beschwerde wurde schon an den Regierungsstatthalter gestellt. Sowohl die rechtliche (Obhut- und/oder Sorgerecht), wie auch die finanzielle Unsicherheit ist sehr schwierig. Geld für einen Anwalt ist nicht vorhanden. Wie kann man auf die Behörden ohne Anwalt noch mehr Druck machen, damit das Familiensystem endlich zur Ruhe kommt? Die Krankheit, welche meine Frau angibt und das Medikament, das sie einnimmt stimmen nicht überein. Die Krankheit aufgrund des Medikanmentes könnte die Sicherheit der Kinder während den Besuchs- und Aufenthaltszeiten der Kinder bei meiner Frau gefährden. Einen Antrag für ein ärztliches Zeugnis habe ich bei der Vormundschaftsbehörde gestellt, ist aber auch noch nicht beantwortet. Wie komme ich hier zu den kindssichernden Informationen?

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  4. Grüezi
    Muss ich Alimente bezahlen wenn mein Sohn nach dem 10en Schuljahr immernoch keine Lehre hat?
    Er hat im 10en nicht wirklich aktiv eine Lehrstelle gesucht und macht sich daher ein schönes Leben zu Hause.
    Ich höre immer er sei am Praktikum suchen, das sei einfacher um eine Lehrstelle zu finden.

    Vielen Dank

    Memor

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  5. Lieber A.S.

    Ihre Situation und diejenige, der von Ihnen getrennt lebenden Ehefrau und somit auch diejenige Ihrer Kinder, scheinen durch die von Ihnen aufgeführten vielfältigen Problematiken zurzeit sehr belastet zu sein (Krankheit der Kindesmutter usw.).
    Es ist Aufgabe der Vormundschaftsbehörde Ihres Wohnortes, zugunsten des Kindeswohls, und dies ist im Moment vorrangig, einen Entscheid zu finden. Die Zuteilung des Sorgerechts für Ihre Kinder, können aufgrund der bestehenden Problematiken zwischen den Eltern, nicht einfach schnell über den Daumen gepeilt entschieden werden. Dies bedarf einer sorgfältigen Abklärung und Überprüfung durch die Behörden und dauert eine gewisse Zeit.
    Ich kann Ihnen nur empfehlen, die kompetente Unterstützung des zuständigen Jugendsekretariates als Hilfestellung zu akzeptieren. Es scheint mir wichtig, dass die Kinder nicht in die aktuellen Ehestreitigkeiten einbezogen werden. Eventuell kann Ihnen das Jugendsekretariat auch eine Mediationsstelle vermitteln. Eltern bleiben lebenslang Eltern!


    Liebe Grüsse,

    Boé Nagel

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  6. Hallo Yolanda

    Ihr Partner muss überprüfen, an welcher Stelle seinerzeit die Höhe des Kindesunterhaltes festgelegt wurde (Bei Scheidung Bestandteil des Scheidungsurteils des Gerichtes). An diese Stelle muss ein begründeter Antrag um Abänderung der Höhe des Kindesunterhaltes gestellt werden.
    Gefordert ist ein Bericht über die aktuellen sozialen und finanziellen Verhältnisse sowie ein ausführliches Budget (Formulare unter www.budgetberatung.ch). Diese Stelle verlangt dann dieselben Unterlagen von der Expartnerin mit neuer Familie und kann so eine Neuberechnung vornehmen. Es kann sein, dass die deutschen Behörden gegenüber den schweizerischen unterschiedliche Berechnungsbedingen haben (auch der Unterschied von Euros und CH-Franken müssen berücksichtigt werden).

    Liebe Grüsse,


    Boé Nagel

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  7. Hallo Memor

    Ja, Sie sind nach geltendem Recht verpflichtet, die Alimente bis zum Abschluss der Erstausbildung Ihres Sohnes zu bezahlen, aber höchstens bis zum 25. Lebensjahr.
    Oft sind Jugendliche bei der Berufswahl überfordert und machen ein Praktikum, um Erfahrungen für Ihren Ausbildungsweg zu sammeln, ein gutes Zeugnis oder sogar ein Lehrstellenangebot von ihrem Praktikumsort zu erhalten.
    Folgende berührende Aussage habe ich von Jugendlichen in derselben Situation gehört: „Ich mache nichts, somit kann ich auch nichts falsch machen“. Oft fühlen sich Jugendliche, trotz Berufsberatung, alleine gelassen und verunsichert. Versuchen Sie mit Ihrem Sohn über seine Situation und seinen Berufswunsch zu sprechen und bieten Sie ihm Ihr Interesse und Ihre Unterstützung an.


    Liebe Grüsse,


    Boé Nagel

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  8. Liebe Frau Nagel

    Im Nationalrat wurde ja beschlossen, dass das gemeinsame Sorgerecht auch rückwirkend gelten soll. Können Sie uns dazu bitte folgende Fragen beantworten?
    - Wann kann mit dem Inkrafttreten des Gesetzes gerechnet werden?
    - Wie ist dann das Vorgehen, falls nicht beide Elternteile einverstanden sind?
    - Welchen Einfluss hat das gemeinsame Sorgerecht auf den Unterhalt?

    Noch zu unserer Situation:
    Mein Mann liess sich im 2008 von seiner Exfrau scheiden, eine gemeinsame Tochter, Sorgerecht bei Mutter. Gemäss Scheidungskonvention betreu er sein Kind alle 2 Wochen fürs Wochenende sowie für 2 Ferienwochen. Unterhalt 2000 mtl. sowie 4000 für Exfrau.
    Nun ist das Kind aber zu fast 40% bei ihm (heute uns) betreut (was wir auch unbedingt so haben wollen) und wir leben faktisch das gemeinsame Sorgerecht.
    Was würde bzw. kann sich nun mit dem neuen Gesetz konkret ändern? Wir wären aus finanzieller Sicht sehr dankbar, wenn wir nach effektiv anfallenden Kosten zahlen bzw. abrechnen könnten und nicht pauschal 2000 CHF plus die laufenden Kosten für die 40% Betreuungszeit.
    Zudem haben wir nun auch 2 eigene Kinder, ich arbeite nicht mehr und der obige Unterhaltsansatz (tot 6000 CHF mtl) bringt uns finanziell an die Grenzen.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
    Liebe Grüsse
    emma

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  9. Liebe Emma

    Sie haben recht, der Nationalrat hat im September 2012 abgestimmt, dass das gemeinsame Sorgerecht auch rückwirkend gelten soll (vorgeschlagen sind 5 Jahre). Die Einführung dieses Gesetzes lässt jedoch noch auf sich warten, da die Vorlage des neuen Gesetzes-Entwurfs nun beim Ständerat liegt.

    Wie Sie berichten, betreuen Sie und Ihre Familie mit Ihrem Ehemann das Kind bereits zu 40 Prozent und ich nehme an, dass dies zum Wohl des Kindes und einvernehmlich mit der Exfrau ist.

    Anders ist es mit den hohen Alimentenkosten für das Kind und die Exfrau (6000.-), welche seinerzeit bei der Scheidung im 2008 nach den damaligen wirtschaftlichen Verhältnissen vereinbart wurden. Die Alimente darf Ihr Mann nicht einfach kürzen: Beim zuständigen Bezirksgericht muss eine Klage zur Abänderung des Scheidungsurteils eingereicht werden, um die Alimente der neuen wirtschaftlichen Situation anzupassen. Ich empfehle Ihnen einen Anwalt beizuziehen. Damit Ihnen für die Neuberechnung nicht unnötig hohe Anwaltskosten entstehen, rate ich Ihnen Ihr aktuelles gemeinsames Budget selbst zu erstellen (Budgetformulare und Beispiele unter www.budgetberatung.ch) sowie die aktuelle Betreuungszeit des Kindes aufzuführen. Um das einvernehmliche Arrangement nicht zu gefährden, sollte Ihr Mann seine Exfrau über diesen Schritt informieren. Auf keinen Fall sollte die Neuregelung der Alimente die Beziehungen und das Wohl des Kindes gefährden.

    Liebe Grüsse,
    Boé Nagel

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  10. Hallo Frau Nagel
    Meine geschiedene Frau lebt nun mit ihrem 16-jährigen Sohn (aus ihrer ersten Ehe) und einem neuen Partner zusammen. Sie hat für den Sohn im Kanton SG ein Stipendium wg. Berufsausbildung beantragt. Die Stipendienstelle macht ihr nun fast unüberwindbare Schwierigkeiten. Sie soll, neben dem eigenen Einkommen, auch noch das Einkommen des Vaters und dessen Vermögen nachweisen. Die Fakten: Die Mutter, brasilianische Staatsangehörige, war in erster Ehe und noch in Brasilien lebend, dort verheiratet mit einem Brasilianer. Er ist der leibliche Vater des nun 16-jährigen Sohnes. Diese Ehe wurde 1999 einvernehmlich geschieden, das Kind war damals 3, der Vater bedingte sich für seine Einwilligung zur Scheidung aus, dass er keinerlei Zahlungsverpflichtungen für Sohn und Ehefrau habe. Er hat auch de facto den Kontakt zu Frau und Sohn eingestellt und niemals etwas bezahlt. Sein Aufenthalt ist nur ungefähr bekannt.
    In Brasilien gibt es kein Meldewesen wie hier, man kann also jemanden nicht beim Einwohneramt ausfindig machen. Die Polizei würde jemanden nur ausforschen, wenn eine Straftat vorliegt. Ob der leibliche Vater derzeit arbeitet, ist uns nicht bekannt. Es ist m. E. auch unerheblich, da er zu keinem Unterhalt verpflichtet ist. Ob er, falls man ihn privat ausfindig machen würde, einen Einkommensnachweis für 2011 erbringen könnte und v. a. auch wollte, kann ich nicht beurteilen.
    Die Stipendienstelle fordert dies aber: einen Einkommens- u Vermögensausweis 2011 aus Brasilien. Sonst könnten sie lt. Auskunft den Stipendienantrag nicht bearbeiten. Dürfen die einer Mutter in bescheidenen Verhältnissen wirklich so einen fast unmöglich zu erbringenden Nachweis abverlangen? Wie kann man sich gegen solche Forderungen der Stipendienstelle wehren? Ich fürchte, dass man dem Jugendlichen so ein Stipendium verunmöglichen will.

    Danke für Ihre Antwort. Mfg

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