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In den Warenregalen im Laden stehen sie dicht an dicht: hunderte verschiedene Putzmittel. Gegen Kalk, gegen Fettflecke, gegen WC-Verunreinigungen. Für alle Schmutzarten scheint es ein anderes Mittelchen zu geben. Und meist steckt dahinter eine wahre Chemiekeule.
So viele Putzmittel müssen nicht sein. Der Dreck geht auch mit einfachen Hausmittelchen weg.
Jährlich gelangen in der Schweiz nach Aussage der Luzerner Umweltberatung «Öko-Forum» 150.000 Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel ins Abwasser. Pro Kopf sind das 21 Kilogramm. Biologisch abbaubar sind die Produkte meist nicht.
Desinfektionsmittel und Tenside in Reinigern können Bakterien in Kläranlagen schädigen. Phosphate in Putzmitteln sorgen für ein verstärktes Algenwachstum in Gewässern. Duftstoffe sind nicht abbaubar, kommen also wieder in die Gewässer und stören das Verhalten der Fische, die sich über den Geruchsinn verständigen, so das Luzerner «Öko-Forum» in einem Informationsblatt zum Thema Reinigen.
Zudem sind viele Reiniger gesundheitsschädlich. Desinfektionsmittel können Allergien und Hautreizungen auslösen. Biozide in Reinigern führen in einigen Fällen nach Aussage des deutschen Umweltverbandes BUND sogar zu Antibiotikaresistenz.
- 1. Teil Putzen ohne Chemie
- 2. Teil Acht Putztipps
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