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Elternglück? Angst und Sicherheit durch pränatale Diagnostik

Den Nachwuchs schon im Mutterleib zu untersuchen, gehört heute zum medizinischen Standardangebot für Schwangere. Problematisch wird es, wenn dadurch der Anspruch auf ein gesundes Kind steigt. Nicht immer lässt sich die Natur in die Karten schauen. Und risikolos sind einige Verfahren auch nicht.

In der Schwangerschaft gibt es viele Untersuchungen, einige davon sind nicht notwendig.

Ultraschallbilder können helfen, eine Beziehung zum Nachwuchs aufzubauen. Bei einem erhöhten Risiko resultieren aber auch Ängste und Sorgen.

Über 95 Prozent der Kinder werden hierzulande absolut gesund geboren. Jährlich kommen allerdings rund 2 bis 3 Prozent aller Neugeborenen mit einer Behinderung zur Welt. Genaue Zahlen, ob dies trotz oder dank vorgeburtlicher Untersuchungen so ist, gibt es keine. Seit rund 40 Jahren ist in diesem Bereich die Ultraschalluntersuchung oder Sonographie auf Siegeszug. Mit ihr können werdende Eltern ihr ungeborenes Kind in der Gebärmutter beobachten. Medizinisch natürlich. Denn auf den unscharfen und oft schwammigen Bildern auf Bildschirm und Papier kann nur mit genügend Fachwissen erkannt werden, ob das Kind lebt, ob es sich an der richtigen Stelle befindet, ob es normal aussieht und wächst, ob es allenfalls mehrere Föten sind und ob genügend Fruchtwasser vorhanden ist. Um die 12. Schwangerschaftswoche lässt sich der Geburtstermin bestimmen. Ab der 20. Schwangerschaftswoche gibt das Kind sein Geschlecht preis – vorausgesetzt, es befindet sich in einer dafür geeigneten Lage.

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Vollkommene Sicherheit gibt es nicht, auch wenn einem das die Tests suggerieren.

Annette Frey, dreifache Mutter

Konkrete Diagnosen bezüglich Behinderung darf man allerdings von der Ultraschalluntersuchung nur im seltensten Fall erwarten. Der Arzt oder die Ärztin sieht – ja nach Erfahrung mehr oder weniger – Indizien, und dies auch nur, wenn das Kind günstig liegt. Zudem: Es gibt Behinderungen, die sich im Mutterleib durch keine heute praktizierte Methode entdecken lassen. Ferner besteht ein Risiko von etwa einem Prozent für schwere Erkrankungen, die am Bildschirm und auch an den Chromosomen nicht ablesbar sind.



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