Bauchtanz für Schwangere: Die beschwingte Art der Geburtsvorbereitung

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Bauchtanz gehört nicht gerade zu den klassischen Sportarten für Schwangere. Doch orientalischer Tanz ist perfekt für die Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung: Es hält fit, die schaukelnden Bewegungen gefallen dem Ungeborenen, es ist entspannend – und es macht vor allem Spass.

Bauchtanz in der Schwangerschaft kann viel Spass machen.

Bauchtanz bringt einen Hauch von Orient in die Schwangerschaft. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Bewegung und Sport in der Schwangerschaft sind wichtig. Wer sich genügend bewegt, beugt typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Rückenschmerzen, Krampfadern oder Verstopfungen vor. Zu den Sportarten, die dabei Schwangeren meist empfohlen werden, gehören Yoga, Rad fahren, schwimmen oder viel laufen. Doch es gibt auch Alternativen. Bauchtanz ist ein idealer Sport in der Schwangerschaft, der nicht nur dabei hilft, Schwangerschaftsbeschwerden vorzubeugen oder zu lindern, sondern der auch auf die Geburt vorbereitet.

Es wird vermutet, dass der Bauchtanz sogar aus Geburtstänzen entstanden ist, bei denen ältere Frauen ursprünglich für jüngere Frauen getanzt haben. Damit sollte wohl Wissen, wie bestimmte Bewegungen in der Geburt, aber auch mentale Einstimmung und geistige Unterstützung in den Wehen weitergegeben werden.

Darum ist der Bauchtanz so gut

Von diesen Anfängen ist Bauchtanz heute weit entfernt. Trotzdem kann festgestellt werden, dass bestimmte Bewegungen des Tanzes von manchen Frauen auch unwillkürlich in der Geburt ausgeführt werden, da sie Linderung des Wehenschmerzes bringen. Wer Bauchtanz erlernt, kann daher solche Bewegungen, wie zum Beispiel ein Kreisen des Beckens, bewusst bei der Geburt einsetzen.

Für den Bauchtanz in der Schwangerschaft spricht weiterhin, dass die Beckenbodenmuskulatur, die in Schwangerschaft und Geburt so wichtig ist, gekräftigt wird und beweglich bleibt. Überhaupt werden alle Muskeln und Bänder, die bei der Geburt wichtig sind, bei den Bauchtanzbewegungen trainiert. Die Atmungstechnik, die beim Bauchtanz angewendet wird, kann ebenfalls bei der Geburt helfen.

Auch in der Schwangerschaft kann der Bauchtanz beispielsweise Rückenschmerzen und anderen Beschwerden vorbeugen, da er die Muskeln, die durch die Schwangerschaft besonders beansprucht werden, stärken und kräftigen hilft. Verspannungen im oberen Teil des Körpers, wie zum Beispiel in den Schultern, können durch die Tanzbewegungen ebenfalls gelockert werden. Der Kreislauf kommt ausserdem in Schwung.

Neben diesen rein körperlichen Aspekten wirkt sich der Bauchtanz positiv auf das Wohlbefinden aus. Wie es der Name schon verrät, geht es beim Bauchtanz um die Körpermitte und um den Bauch, der in der Schwangerschaft eine ganz besondere Bedeutung erhält. Gerade Frauen, die vielleicht ab und zu Probleme mit den körperlichen Veränderungen und diesem dicken Bauch haben, können so zu einem entspannteren Verhältnis zu ihrem Körper finden.

Durch die intensive Konzentration auf den Bauch und das Baby darin, wird auch die Mutter-Kind-Bindung gestärkt. Die meisten Babys geniessen es wohl, im Rhythmus der Musik hin- und hergeschaukelt zu werden. Vielleicht wird Ihnen auffallen, dass Ihr Ungeborenes in einer Bauchtanzstunde immer ganz ruhig ist. Wahrscheinlich ist es ganz entspannt eingeschlafen.

Ein weiterer guter Grund, es mit dem Bauchtanz in der Schwangerschaft zu versuchen, ist schliesslich auch der, dass es einfach Spass macht. Wer tanzt, schüttet Glückshormone aus – und das tut Mutter und Kind gleichermassen gut.

Praktische Informationen zum Bauchtanz

Bauchtanz ist für die meisten Schwangeren geeignet, die Lust darauf haben. Falls bei Ihnen jedoch ein Risiko auf eine Frühgeburt oder vorzeitige Wehen besteht, sollten Sie darauf verzichten. Besprechen Sie sich im Zweifelsfall mit Ihrem Frauenarzt. Idealerweise sollten Sie einen Kurs extra für Schwangere besuchen. Während es in einem ganz normalen Kurs in orientalischem Tanz um Choreografien geht, stehen bei einem Kurs für Schwangere das Körperempfinden und die Geburtsvorbereitung im Mittelpunkt. Ruckartige und harte Bewegungen werden in einem Schwangerschaftskurs ausschliesslich durch weiche und fliessende Bewegungen ersetzt.

Bauchtanz in der Schwangerschaft wird auch in der Schweiz immer beliebter und es gibt viele Anbieter. Diese reichen von Hebammen über Tanzschulen bis hin zur Volkshochschule. Die Kurse beginnen meist im zweiten Drittel der Schwangerschaft und sind natürlich auch für Anfänger im Bauchtanz geeignet. Obwohl nicht alle Anfänger bleiben: Manche Frau, die in der Schwangerschaft mit dem orientalischen Tanz begonnen hat, führt diesen auch nach der Geburt weiter.

Was ist der Unterschied zwischen orientalischem Tanz und Bauchtanz?

Es gibt keinen. Bauchtanz ist der umgangssprachliche Begriff für orientalischen Tanz. Wer sich schon einmal selbst im Bauchtanz versucht oder eine Vorführung besucht hat, wird wissen, dass es bei dem Tanz durchaus nicht nur um den Bauch geht.

Autor: Julia Wohlgemuth

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