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Aufgeschnappt

Ein Drittel aller Schweizer Kinder und Jugendlichen steht unter Stress

Druck in der Schule, Konflikte in der Familie und Streit in der Schulklasse: Laut einer Studie der Pro Juventute leiden viele Kinder und Jugendliche unter Stress. Die Gründe davon sind ebenso vielfältig, wie die Auswirkungen auf die Gesundheit.

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Immer mehr Kinder fühlen sich von ihrem Alltag gestresst. Bild: GettyImages, Arsenii Palivoda

In der Pro-Juventute Stress- Studie wurden über tausend Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren zu ihrem Stresslevel befragt. Die Ergebnisse zeigen klar auf, dass Stress auch in diesen jungen Jahren ein Problem darstellt. Auffällig ist, dass Mädchen und junge Frauen stärker betroffen sind, als Jungs und junge Männer.

Stresssymptome bei Kindern & Jugendlichen

Stress äussert sich bei jedem Kind oder Jugendlichen anders. Vor allem jüngere Kinder, welche ihre Gefühle noch nicht richtig mitteilen können, reagieren oft körperlich. Die folgende Liste beinhaltet einige typische Symptome.

  • Kopf- und Bauchschmerzen
  • Schlafprobleme
  • Appetitlosigkeit oder Übelkeit
  • Wut
  • Sinkende Leistungen in der Schule
  • Isolation
  • Stimmungsschwankungen

Quelle: Pro Juventute

Die Gründe für das Stressempfinden sind vielfältig. Während sich einige von der Schule gestresst fühlen, liegt das Problem bei anderen in der Familie oder Sorgen wie Zukunftsängsten.

Gestresste Kinder und Jugendliche verbringen mehr Zeit mit Hausaufgaben, Arbeit und elektronischen Medien. Gleichzeitig sind sie auch häufiger gelangweilt und geben an, dass sich ihre Eltern nicht sonderlich für sie interessieren.

So helfen Sie Ihrem Kind, Stress zu bewältigen

1 Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen über Probleme und Herausforderungen. Steht eine wichtige Prüfung an? Gibt es Streit in der Schulklasse? Zu wissen, dass Sie unterstützdend zur Seite stehen, kann Druck lindern und Ängste kleiner werden lassen.

2 Zeigen Sie Mut zur Lücke. Nicht jeder Tag Ihres Kindes muss mit Aktivitäten verplant werden. Geben Sie Ihrem Kind die Gelegenheit, selber Aktivitäten oder Verabredungen zu planen oder einfach mal einen Nachmittag lang zu faulenzen

3 Schlaf ist für die körperliche und mentale Erholung essenziell. Tragen Sie dazu bei, dass Ihr Kind nachts zur Ruhe kommt. Bei kleineren Kindern helfen Rituale wie eine Gutenachtgeschichte, älteren Kindern und Jugendlichen lebt man eine gesunde Schlafhygiene vor.

4 Zeit fürs Vergnügen. Vor allem bei älteren Kindern und Jugendlichen muss man darauf achten, dass sie genügend Zeit für Spass und persönliche Hobbys haben. Schnell unterliegt der Alltag dem Leistungsdruck von Schule und Ausbildung. Ihr Kind braucht Bereiche ohne Leistungsdruck, sei es beim Spielen mit Freunden, dem Zeichnen oder dem Sport.

Quelle: American Psychological Association