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Aufgeschnappt

Instagram bewarb Essstörungs-Seiten an Teenager

Ein Experiment zeigt: Datenschutz und Schutz Minderjähriger wird auf Instagram nicht ernst genug genommen. Eigentlich sind Accounts, die Essstörungen verharmlosen, klar in den Community Richtlinien von Instagram verboten – doch in der Umsetzung hapert es. Für Teenager ist das gefährlich.

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Gefährliche Inhalte: Obwohl manche Accounts gegen Instagram-Richtlinien verstossen, werden Sie nicht immer vom Algorithmus gelöscht. Bild: Getty Images

Wie gefährlich ist Instagram für Teenager? In den USA hat ein Senator mit seinem Team getestet, wie gut Instagram seine jungen User schützt und den Fake-Account einer 13-Jährigen angelegt. Der Account likte und folgte Hashtags über extreme Diäten und Accounts, die Essstörungen verherrlichten. Letztere sind gemäss der Instagram-Richtlinien eigentlich verboten, doch wer sucht, findet solche dubiosen Accounts trotzdem. Innerhalb von Minuten zeigte der Instagram-Algorithmus ähnliche Accounts mit ebenso problematischen Inhalten, die der 13-Jährigen gefallen könnten. Das zeigt, dass Instagram problematische Inhalte sogar fördern kann.

Richtlinien nicht konsequent umgesetzt

CNN wandte sich mit fünf dieser fragwürdigen vorgeschlagenen Accounts an Instagram. Die Plattform bestätigte: Die Accounts verstossen allesamt gegen die Community-Richtlinien und wurden angeblich gelöscht. Die Kritik bleibt aber. Facebooks «Behauptungen, Kinder zu schützen oder Accounts zu löschen, die diese gefährden könnten, sind absoluter Quatsch», meint Senator Blumenthal gegenüber «CNN Monday». Facebook wird derzeit stark kritisiert, weil der Konzern angeblich genau von den schädlichen Inhalte auf seinen Plattformen weiss – aus Profitgründen jedoch nicht viel dagegen macht.

Für Kinder und Jugendliche können solche Accounts gefährlich werden und triggern. Essstörungen sind nur ein Beispiel von problematischen Inhalten. Auch pornografische oder gewaltverherrlichende Posts könnten so von Teenies gefunden werden. Mehr zum sicheren Umgang im Netz.

Quelle: CNN Business

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