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Aufgeschnappt

Keine Durchseuchung mehr: WHO fordert besseren Schutz für Kinder

Die WHO warnt vor der Durchseuchung der Kinder, wie sie aktuell in Europa geschehe: Denn zurzeit sind in vielen Regionen Kinder die am stärksten von Corona betroffene Altersgruppe. Kinder müssten sofort besser geschützt werden und Schutzmassnahmen an Schulen verbessert werden, um sicheres Lernen zu garantieren, fordert der WHO-Direktor für Europa. 

Corona Risiko Schule: Mädchen sitzt mit Maske im Unterricht.

Maskenpflicht, Abstandsregeln, neue Unterrichtsformen: Das Coronavirus stellt den Schulalltg auf den Kopf. Bild: GettyImages Plus. izusek

In der Schweiz hiess es lange, Corona sei für Kinder nicht gefährlich und Kinder seien nicht Treiber der Pandemie. Mittlerweile kann die Wissenschaft solche Aussagen widerlegen. Kinder und Jugendliche sind in der Schweiz aktuell die am stärksten betroffene Altersgruppe, wenn man die täglichen Infektionszahlen anschaut. Dies auch, weil sich das Virus an Schulen gerade sehr stark verbreitet. In Schweizer Schulen gab es lange gar keine oder wenn dann nur sehr wenige Schutzmassnahmen. Besorgte Eltern und Verbände sprechen darum von einer Durchseuchung der Kinder.

Genau davor warnt nun auch der WHO-Direktor für Europa, der belgische Mediziner Hans Kluge. Er hat dazu aufgefordert, Kinder – und auch Schulen – besser zu schützen. Dies weil wie in der Schweiz vielerorts die Coronafälle gerade rapide ansteigen. Die Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen sei in einigen Regionen bis zu drei Mal so hoch wie beim Rest der Bevölkerung.

Masken im Unterricht und Belüftung der Klasenräume sowie regelmässiges Testen sollten Standard in allen Schulen sein. Darüber hinaus sollte die Impfung von Kindern als Teil eines Schutzmassnahmen-Pakets für Schulen betrachtet werden.

So sagte Kluge: Kinder würden zwar oft mildere Verläufe einer Covid-Erkrankung entwickelten als vulnerable Bevölkerungsgruppen. Es müsse aber berücksichtigt werden, dass Kinder gerade in den bevorstehenden Weihnachtsferien ihre Eltern und Grosseltern anstecken könnten. Die Gesundheitsrisiken betreffen also nicht nur die Kinder an sich.

Er fordert: Masken im Unterricht und Belüftung der Klasenräume sowie regelmässiges Testen sollten Standard in allen Schulen sein. Darüber hinaus sollte die Impfung von Kindern als Teil eines Schutzmassnahmen-Pakets für Schulen betrachtet werden. Zum ganzen Bericht bei News4teachers.

Diese Gruppierungen fordern in der Schweiz mehr Schutz für Kinder

Zurzeit geht man davon aus, dass drei bis sieben Prozent, der an Corona erkrankten Kinder anhaltende Folgesymptome entwickeln. Symptome, die den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen massiv einschränken. Dieses Risiko können und dürfen wir nicht eingehen, fodern Arbeitsgruppen wie «Kinder schützen - jetzt!.» Wieso Kinder besser geschützt werden sollten, erklären wir in diesem Artikel.