Abwechslungsreiches Gelände wählen

In der Natur und beim Wandern wollen Kinder etwas entdecken.

Kinder wollen beim Wandern Neues entdecken und erleben.

Ideal sind Wanderwege, die durch unterschiedliches Gelände führen, so das Bundesamt für Sport. Mal geht es durch den Wald, dann über die Wiese und einen Bach. Gut ist, wenn sich auch Steigung und Gefälle sowie Weitsicht und engere Abschnitte abwechseln. Für Abwechslung sorgen Mitmachgelegenheiten unterwegs. Gibt es einen Bach, der gestaut werden kann oder einen Bauernhof, auf dem Tiere gestreichelt werden dürfen.

Sich an der Leistungskurve orientieren

Ein guter Kinderwanderweg hat zudem eine Leistungskurve. Das Bundesamt für Sport erklärt, was das heisst: Zu Beginn soll der Weg noch nicht so anstrengend sein, damit die Kinder nicht gleich an ihre Grenzen stossen und die Lust verlieren. In der Mitte können dann wenige anstrengende Abschnitte folgen und am Ende sollte der Weg locker zu gehen sein, falls die Kinder schon ein wenig müde sind.

Weg an Alter und Leistungsvermögen der Kinder anpassen

Eine Wanderung sollte immer dem Alter und dem Können der Kinder angepasst werden. Im Kleinkindalter, wenn Kinder schon allein sitzen können, kann man sie in einer Kraxe auf dem Rücken mit auf Wanderung nehmen. Da sie sich darin allerdings nur sehr wenig bewegen können, müssen viele Pausen eingelegt werden. In denen wird das Kind herausgenommen und kann sich selbst frei bewegen. Insgesamt sollte die Tour nicht länger als drei bis vier Stunden dauern. Wanderwege, die Können und Trittsicherheit voraussetzen, sollten nur von Eltern gewählt werden, die bergerfahren sind. Denn mit der Kraxe und dem Kind auf dem Rücken steigen die Anforderungen an den Wanderer.

Wanderwege sind mit gelben Pfeilen und Romben gekennzeichnet.

Einfache «Wanderwege» erkennt man an gelben Romben und Pfeilen.

Ältere Kleinkinder im Alter von etwa zwei bis drei Jahren können kleinere Abschnitte schon selbst laufen, müssen aber zwischendurch ebenso getragen oder mit dem Kinderwagen gefahren werden. Erkundigen Sie sich vorher, ob der Weg auch kinderwagentauglich ist.

Kinder im Alter von drei und bis sechs Jahren können bis zu vier Stunden Tagestouren mitwandern. Dabei sollten Spass und Abenteuer nicht zu kurz kommen. Wichtig sind genügend Pausen, in denen auch gespielt werden kann. Erlebniswanderwege sind ideal für Kinder in diesem Alter.

Sind die Kinder im Schulalter hat sich ihr Können und ihre Ausdauer schon sehr verbessert. Tagestouren mit einer Gehzeit von bis zu fünf Stunden sind für Sechs- bis Zehnjährige machbar. Auch steile Abschnitte oder Kraxelstellen können mit ihnen überwunden werden.

Ab etwa zehn Jahren können anspruchsvollere Routen ausgesucht werden. Geübte Kinder haben Spass an Mehrtagestouren oder Wanderungen über kurze Gletscherabschnitte und Kletterstücke. Für alle anderen gilt: Eine Gehzeit von sechs bis sieben Stunden sollte nicht überschritten werden.

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