Baby > AusstattungGeschenke zum 1. Geburtstag: was Einjährige wirklich freutWie im Flug ist das erste Jahr mit dem Baby vergangen und schon wird der erste Geburtstag gefeiert. Sinnvolle Geschenkideen, an denen das frischgebackene Kleinkind noch lange Freude haben wird, und worauf du beim Kauf achten solltest. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Der erste Geburtstag ist vor allem ein Fest für die Eltern. Das Kind selbst erwartet noch keine Geschenke. © unsplash Unglaublich, was Babys im ersten Jahr alles lernen. Es scheint noch gar nicht lange her, da waren sie hilflose winzige Säuglinge. Ein Jahr später essen sie am Tisch mit und krabbeln, viele haben schon ihre ersten Schritte gemacht. Sie haben ihre Launen, können sich mitteilen, summen Melodien und bringen einen nicht zu stillenden Entdeckungsdrang mit. Für die Eltern ist der erste Geburtstag ihres Kindes ein besonderes Ereignis. Plötzlich kommen Erinnerungen an die Geburt zurück und an die gemeinsame erste Zeit. Die Babys selbst werden mit ihrem ersten Geburtstag zu Kleinkindern. Der Trubel um sie herum, der Besuch und die bunten Gschänkli: Das alles finden sie besonders spannend, ohne sich ihrem neuen Alter bewusst zu sein. Doch welche Geschenke machen für die Kleinen Sinn? Woran werden sie noch lange Freude haben? Wir haben sinnvolle, kreative und nachhaltige Geschenkideen gesammelt. Was Einjährige mit einem Geschenk anfangen Mit einem Jahr ist das Auspacken oft spannender als der Inhalt. Pro Juventute beschreibt das im Elternbrief zum zwölften Lebensmonat sehr treffend: Vielleicht ist die Grossmutter enttäuscht, wenn ihr Enkelkind lieber mit dem Geschenkpapier und der Schachtel spielt als mit dem Teddybären.[1] Das ist kein schlechtes Zeichen. Kinder in diesem Alter räumen ein und aus, stapeln, werfen um und fangen von vorne an. Genauso beliebt sind Dinge, die die Erwachsenen benutzen: eine Pfanne, ein Kochlöffel, ein Schwingbesen, Wäscheklammern.[1] Der aufgebaute Klötzliturm wird umgeworfen, die Schublade ausgeräumt, das Papier zerknittert. Wer ein Geschenk sucht, kommt mit einfachen Sachen deshalb meist weiter als mit dem grossen batteriebetriebenen Spielcenter. Passend dazu: Wie sich das Greifen im ersten Lebensjahr entwickelt, erklärt der Blick auf die Motorik. Sicher schenken: Kleinteile, Batterien, Warnhinweise Einjährige nehmen fast alles in den Mund. Die Sicherheit entscheidet deshalb mit, ob ein Geschenk taugt. Die BFU nennt dafür eine einfache Faustregel: Alles, was kleiner ist als ein Tischtennisball oder der Durchmesser einer WC-Rolle, gehört nicht in die Reichweite kleiner Kinder.[2] Spielzeug soll ausserdem keine verschluckbaren Kleinteile und keine herausnehmbaren Batterien enthalten. Beim Kauf lohnt sich der Blick auf den Warnhinweis «Nicht geeignet für Kinder unter drei Jahren».[2] Steht er auf der Packung, ist das Spielzeug für ein einjähriges Geburtstagskind nicht gedacht. Auf Kordeln und Bänder verzichtest du besser ganz, denn sie können sich verfangen und das Kind strangulieren.[2] Weil in diesem Alter so vieles im Mund landet, empfiehlt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), Kindern bis drei Jahre nur Spielzeug zu geben, das ausdrücklich für den Mundkontakt geeignet ist.[3] Spielzeug für Kinder bis 14 Jahre untersteht in der Schweiz der Lebensmittelgesetzgebung. Die Spielzeugverordnung verbietet bestimmte Stoffe, setzt Grenzwerte für Schwermetalle und schreibt den Wortlaut der Warnhinweise vor.[3] Wie Weichmacher in Spielsachen gelangen, zeigt unser Beitrag über Gift im Spielzeug. Bestellst du online, tust du das nach Möglichkeit in einem Schweizer oder EU-Shop. Dort gelten vergleichbare Anforderungen an die Produktsicherheit. Bei Händlern ausserhalb dieses Raums können Produkte im Angebot sein, die den hiesigen Vorgaben nicht entsprechen.[3] Vorsicht ist auch bei Produktempfehlungen in sozialen Medien und Chatgruppen angebracht: Oft handelt es sich um bezahlte Werbung.[3] Die schönsten Geschenkideen zum ersten Geburtstag Die folgenden Ideen greifen genau das auf, was Einjährige gerade beschäftigt. Sie kommen ohne Kleinteile aus und wachsen mit. Stapelbecher und Bauklötze: Aufeinandersetzen, umwerfen, wieder aufbauen. Aus Holz oder grösserem Kunststoff halten sie viele Jahre. Eine Kiste, ein Korb, eine Schachtel: Zum Ein- und Ausräumen, Füllen und Leeren. Das billigste Geschenk der Liste und oft das beliebteste. Pappbilderbücher: Dicke Seiten halten kleinen Händen stand und dürfen in den Mund. Kurze Bilder statt langer Geschichten. Ein Ball: Rollen, werfen, hinterherkrabbeln. Gross genug, dass er nicht in den Mund passt. Sachen zum Nachahmen: Eine eigene Schüssel, ein Kochlöffel, ein Putzlappen. Kinder wollen tun, was die Erwachsenen tun.[1] Rutschauto oder Lauflernwagen: Für die ersten Schritte. Achte auf einen breiten Stand und darauf, dass nichts kippt. Etwas, das Geräusche macht: Trommel, Rassel, Holzxylofon. Laut wird es ohnehin, dann wenigstens ohne Batterien. Wie sich Spielsachen mit dem Alter weiterentwickeln, zeigt der Blick auf die nächsten Monate: Welches Spielzeug ein Kleinkind mit 15 Monaten braucht. Und wer regelmässig vor der Frage steht, was zu welchem Alter passt, findet in unserem Geschenke-Guide nach Alter eine Übersicht von null bis vierzehn. Nachhaltig schenken: leihen statt kaufen Ein Kinderzimmer füllt sich schnell. Pro Juventute rät deshalb zu Qualität statt Quantität und weist darauf hin, dass sich Spielsachen auch ausleihen lassen: in einer Ludothek, an einer Börse oder bei Eltern mit grösseren Kindern.[1] Ein Ludotheks-Abo ist ein Geschenk, das ein ganzes Jahr trägt und nichts im Regal stehen lässt. Beim Kauf aus zweiter Hand lohnt sich ein Blick aufs Alter. Die Weichmacher DEHP, DBP und BBP sind in der EU erst seit 2015 in Spielzeug und Kleinkinderartikeln verboten.[3] Ältere Stücke aus Weichkunststoff können sie also noch enthalten. Unbehandeltes Holz, Stoff und Metall sind bei gebrauchter Ware die unkomplizierteren Materialien. Genauso wenig Platz brauchen gemeinsame Erlebnisse. Ein Zoobesuch, ein Nachmittag im Hallenbad, ein Abo für den Kinderbauernhof: Davon hat die ganze Familie etwas, und im Kinderzimmer steht nachher nichts mehr herum.Bastelanleitung: Papierflieger für die grösseren Geschwister Ältere Geschwister möchten am Geburtstag oft selbst etwas beisteuern. Die folgende Bildergalerie zeigt Schritt für Schritt, wie aus einem Blatt Papier ein Flieger wird. Für das Geburtstagskind ist er nichts: Papier landet mit einem Jahr im Mund, und für die Schnitte am Schluss braucht es eine Schere. Gefaltet und geflogen wird deshalb ausser Reichweite der Kleinen. 1 von 19 Die folgenden Bilder zeigen Ihnen wie dieser Papierflieger gemacht wird. Hast du noch andere Geschenkideen zum ersten Geburtstag? Was hast du schon verschenkt oder selbst gebastelt? Dann schreib uns einen Kommentar. QuellenPro Juventute, Elternbrief 12 «Ihr Kind im zwölften Lebensmonat», Auszug aus dem Kapitel «Spielen – viel mehr als ein Kinderspiel»: Womit spielen einjährige Kinder gerne? (abgerufen am 21.08.2026)BFU – Beratungsstelle für Unfallverhütung: Ersticken – Prävention und Erste Hilfe (Faustregel Kleinteile, Batterien, Warnhinweis ab drei Jahren, Kordeln; abgerufen am 21.08.2026)Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV: Spielzeuge (Spielzeugverordnung, Empfehlung Mundkontakt bis drei Jahre, Onlinekauf; abgerufen am 21.08.2026)