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Ein charismatischer Meilenstein – Wie sich Babys Lachen entwickelt: vom Engelslächeln bis zum ersten Lachen

Ein kleines Schmunzeln, ein leises Glucksen und schon ist es geschehen: Wenn Babys lachen, geht den Eltern das Herz auf. Doch wann strahlt dein Baby zum ersten Mal, ab wann lacht es aus vollem Hals – und woran merkst du, dass alles seinen Gang geht?

Ein charismatischer Meilenstein – Wie sich Babys Lachen entwickelt
 

Die Anlage zum Lächeln bringen Babys mit auf die Welt. Sind die Kleinen erst einmal da, entwickelt sich das Lachen Schritt für Schritt weiter: vom unbewussten Zucken der Mundwinkel bis zum herzhaften Glucksen. Wobei das Schönste am Lächeln der Babys ist: Es ist immer ehrlich.

Ein diplomatisches Lächeln, das man aus Höflichkeit aufsetzt, entwickeln die meisten Kinder erst deutlich später, etwa im Kindergartenalter – zum Beispiel um andere Kinder kennenzulernen oder um sich nach einem Streit zu versöhnen. Bis dahin durchläuft das Lächeln von Babys mehrere Stufen.

Ein schöner Reflex: das berühmte Engelslächeln

Als Erstes tritt das sogenannte Engelslächeln auf, meist im Schlaf. Streng genommen handelt es sich dabei um kein richtiges Lächeln, sondern um eine Muskelkontraktion. Daher spricht man auch von Reflexlächeln: Es richtet sich noch an niemanden.

Übrigens sind ähnliche Bewegungen manchmal schon auf Ultraschallbildern zu sehen. Eine Untersuchung mit 4D-Ultraschall hat bei zwei Föten beschrieben, wie sich im Lauf der Schwangerschaft nach und nach komplexere Gesichtsbewegungen aufbauen, die einem Lachen ähneln [3]. Die Forschenden halten allerdings ausdrücklich fest, dass daraus noch kein Gefühl abzulesen ist: Ein soziales Lächeln entsteht erst im Kontakt mit anderen Menschen [3].

So entwickelt sich das Lachen des Babys.
Wie ein Engel! Wenn sich die Mundwinkel des Babys unbewusst leicht nach oben schieben, spricht man von einem Vorlächeln. (Bild: LiciaR/iStock, GettyImages Plus)

Das unspezifische Lächeln: etwa ab der sechsten Woche

Im Alter von etwa sechs bis acht Wochen strahlt dein Baby und kneift dabei die Augen zusammen. Da es dieses Lächeln nahezu jedem Gegenüber schenkt – von der Mama über den Onkel dritten Grades bis zum Lieblingskuscheltier –, wird es als unspezifisches Lächeln bezeichnet.

Im Gesundheitsheft von pädiatrie schweiz taucht das Lächeln denn auch bei der Vorsorgeuntersuchung mit zwei Monaten auf: Das Baby lächelt dich an, verfolgt dich mit den Augen, ahmt deine Gesichtsausdrücke nach und gibt verschiedene Töne von sich [1]. Dass es dich dabei überhaupt fixieren kann, hängt eng mit der Reifung des Sehvermögens zusammen.

Wann lachen Babys aus vollem Hals?

Das richtige Lachen kommt später als das Lächeln – und zwar deutlich später, als viele Eltern erwarten. Im Gesundheitsheft steht «lacht aus vollem Hals» bei der Vorsorgeuntersuchung mit vier Monaten [1]. Etwa zur gleichen Zeit beginnt das Baby, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen und wieder zurück [1].

Wann lachen Babys bewusst?

Etwa ab dem sechsten Monat achten Kinder zunehmend auf den Gesichtsausdruck ihres Gegenübers und lächeln allmählich nur noch freundliche, vertraute Gesichter an [2]. Das nennt man das spezifische Lächeln. Bei weniger nahestehenden Personen kann es nun auch zu Tränen kommen: In diesen Monaten setzt bei den meisten Kindern das Fremdeln ein [2].

Wann du das Lächeln ansprechen solltest

Vorweg: Die zeitliche Streubreite beim Erwerb solcher Fähigkeiten ist gross und variiert von Kind zu Kind [1]. Ein paar Wochen früher oder später sind kein Grund zur Sorge. Pädiatrie schweiz nennt im Gesundheitsheft aber zwei Beobachtungen, mit denen du deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt aufsuchen solltest [1]:

  • Mit sechs Monaten: Dein Kind lächelt selten, schaut dich wenig an oder gibt kaum Laute und Silben von sich.
  • Mit neun Monaten: Dein Kind kommuniziert nicht mit Lauten oder Lächeln und macht keine Gesten wie «Bravo» oder «Tschüss» mit den Händen.

Dahinter steckt kein Alarmismus: Wird eine Verzögerung früh erkannt, lässt sich das Kind rechtzeitig in seiner Entwicklung unterstützen [1]. Am einfachsten sprichst du deine Beobachtung beim nächsten Termin an – wann diese anstehen, zeigt unsere Übersicht zu den Vorsorgeuntersuchungen im ersten Jahr.

So bringst du dein Baby zum Lachen

Die beste Möglichkeit, dein Baby zum Strahlen zu bringen, ist selbst zu lachen. Lächle dein Kind an, wenn du ihm in die Augen schaust. Das gibt deinem Liebling ein Gefühl von Liebe und Geborgenheit und ermuntert es, es dir nachzumachen. Und ganz nebenbei sorgst du damit auch bei dir selbst für gute Laune.

Quellen

  1. pädiatrie schweiz: Gesundheitsheft (PDF, Ausgabe 10.09.2025), Vorsorgeuntersuchungen 2 und 4 Monate sowie «Wie erkennt man eine Entwicklungsstörung?». Abgerufen am 08.08.2026.
  2. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Schritte in der sozialen Entwicklung. Deutschland, ersatzweise herangezogen. Abgerufen am 08.08.2026.
  3. Reissland N, Francis B, Mason J, Lincoln K: Do Facial Expressions Develop before Birth? PLOS ONE 6(8): e24081, 2011. Abgerufen am 08.08.2026.

Publiziert von der Redaktion. Titelbild: NadyaSabeva/iStock, GettyImages Plus

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