Weg mit den Windeln! So können Sie Kinder beim Trocken werden unterstützen

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Kinder bewältigen das Töpfchentraing grösstenteils selbstständig. Aber Ein wenig dürfen Eltern noch helfen. Bild: iStock

Wenn das Kind bereit ist, sollten Sie jetzt tagsüber auch bereit sein, die Windeln wegzulassen. Planen Sie zwei bis sechs Wochen ein. 

1 Kinder brauchen Vorbilder

Kleinkinder erfahren am ehesten, welchen Zweck die komische weisse Schüssel hat, wenn sie Mama und Papa ab und zu auf der Toilette «erleben». Nehmen Sie Ihr Kind mit auf die Toilette, sobald es Interesse zeigt. Ein Kind braucht Beispiele, um zu verstehen, wie es sich beim Verrichten seines Geschäfts zu verhalten hat. Im Vorteil sind Kinder, die bereits ältere Geschwister oder Krippenkollegen haben. Lassen Sie Ihr Kind auch die Spüle drücken. Kinder finden das meist hochspannend.

2 Bitte, einfach ausziehen

Ihr Kind will möglichst selbständig auf die Toilette gehen. Störend sind dabei natürlich Kleider, die es nicht alleine ausziehen kann. Beim Anziehen haben kleine Kinder oft noch Mühe. Ein kleiner Trick hilft: Wenn es eine Hand am hinteren Hosenbund hat, gelingt es besser, die Hose wieder anzuziehen. Allerdings gelingt das Putzen meist weniger gut, mit Toilettenpapier. Legen Sie feuchte Tücher bereit und reinigen Sie das Kind nochmal, falls nötig.

Hilfreiche Utensilien 

  • Klodeckel für Kinder bzw. Töpfchen
  • Hocker zum auf die Toilette zu steigen 
  • Leicht an- und auszuziehende Kleider
  • Windelpants
  • Ersatzkleidung
  • Bilderbücher übers Trocken werden

3 Töpfchen oder Toilettenring?

Manche Kinder wollen kein Töpfchen benutzen, sie möchten es ja ab jetzt wie die Grossen machen. Hier eignet sich ein Toilettenring, ein Aufsatz, auf dem Kleinkinder sicher sitzen können, ohne sich extra abzustützen.

4 Rituale

In vielen Krippen gehen Kinder ab einem gewissen Alter gemeinsam zu bestimmten Zeiten aufs Häfi oder das WC. Das können Sie sich sobald Ihr Kind einige Male allein auf der Toilette war zuhause ebenso zur Angewohnheit machen. Zum Beispiel morgens vor dem Zmorge, nach dem Zmittag und vor dem Zubettgehen. Wichtig dabei: wenn nichts kommt, kommt nichts. Ein Kind sollte nicht ewig allein auf der Toilette sitzen. Setzen Sie sich dazu und sprechen mit ihm oder schauen ein Bilderbuch an. Und haben Sie Verständnis, wenn 10 Minuten später doch muss oder es in der Nacht falschen Alarm auslöst.

5 Geduld - und das Kind selber machen lassen

Drohen, Schimpfen und Strafen hilft nicht, ein Kind schneller trocken werden zu lassen. Im Gegenteil. Auf die Toilette gehen, wird so zu einer unangenehmen Pflicht. Auch nimmt man dem Kind damit die Gelegenheit, aus eigener Kraft ohne Windeln klar zu kommen. Eine Leistung, die Sie nicht nur freuen wird, sondern auch sein Selbstwertgefühl stärken wird. 

Nachts trocken werden dauert oft etwas länger

Bis Kinder auch in der Nacht trocken sind, ist es ein längerer Weg, bei dem Eltern viel Geduld haben müssen. Denn, es ist wesentlich schwerer, die Kontrolle über die Blase zu erlernen als über den Darm. So kommt es vor, dass manche Kinder nachts noch einnässen, weil sich das Gespür oder Empfinden für eine volle Blase noch nicht so weit entwickelt hat oder sie einfach im Tiefschlaf und die Signale nicht merken. Eine Auflage, welche die Matratze vor Feuchtigkeit schützt, ist eine gute Anschaffung. Wenn ein Kind ab dem fünften Lebensjahr noch einnässt und nachts noch nie ganz trocken war, kann dies ein Anzeichen für eine genetisch bedingte Reifungsverzögerung aber auch für eine Erkankung sein. 

Rückfalle können psychische Ursachen haben

War ein Kind in der Nacht schon länger als sechs Monate trocken und nässt plötzlich wieder regelmässig ein, kann dies ebenfalls ein Hinweis auf psychische Ursachen sein, wie zum Beispiel die Geburt eines Geschwisterkindes, die Scheidung der Eltern oder ein Umzug. In jedem Fall sollte der Kinderarzt aufgesucht werden, um körperliche Ursachen auszuschliessen.»

von Natascha Mahle und Nathalie Riffard

HiPP

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