Schmerzen beim Stillen - was hilft?

Beim Stillen können Schmerzen auftreten.

Schmerzen beim Stillen wegen des Milcheinschusses sind zu Beginn normal.

Am dritten oder vierten Tag nach der Geburt schwellen die Brüste stark an, werden schwerer und empfindlicher. Ein deutliches Zeichen, dass die Milch einschiesst. Linderung bringen kalte Umschläge. Warme Umschläge allerdings helfen dann, wenn die Milch in Fluss kommen soll. Nach dem Stillen wirkt wiederum Kälte sehr wohltuend auf die mütterliche Brust. Der Milcheinschuss dauert nur wenige Tage, dann sollten die Schmerzen vorüber sein. Schmerzen, die länger als zehn Tage nach der Geburt anhalten, haben andere Gründe wie einen Milchstau oder eine Infektion.

Bei Müttern, die nicht stillen wollen oder können, wird sich die Brust nach einer Woche wieder verkleinern. Wer nicht stillen möchte, sollte keine Milch abpumpen, weil dies die Milchdrüsen zu grösserer Produktion anregt. Wurde früher oft medikamentös abgestillt, empfiehlt man heute natürliche Methoden. Denn die Präparate haben oft unangenehme Nebenwirkungen.

Weitere Zipperlein

Als ob dies noch nicht genug wäre. In den ersten Wochen nach der Geburt fliesst auch noch Blut aus dem Uterus. Das nennt man Wochenfluss. Er zeigt an, dass die Gebärmutter sich wieder zusammenzieht und zur normalen Grösse schrumpft. Das Gewebe verheilt und scheidet dabei Blut, Sekret und abgestorbene Gewebestücke aus. Der Wochenfluss dauert höchstens vier Wochen, bei stillenden Müttern hört er früher auf.

Wer bei der Geburt einen Dammriss, Dammschnitt oder Kaiserschnitt hatte, hat auch Schmerzen im Wochenbett. Hinzu kommen Nachwehen oder Reizwehen, die für die Uterusrückbildung wichtig sind. Und der veränderte Muskeltonus im Unterleib kann Verdauung beeinflussen und Verstopfung hervorrufen.

Früher, ja, als es noch funktionierende Grossfamilien gab, da hatte eine junge Familie und einen junge Mutter im Wochenbett die Unterstützung durch das familiäre Umfeld garantiert. Heute tut gut daran, wer sich im Voraus darum kümmert, dass Hilfe und Entlastung für Haushalt und Psyche bereit stehen, wenn sie gebraucht werden. Die Verwandtschaft, die sowieso kommen wird, um den Nachwuchs zu begrüssen, kann sich auch gleich im Haushalt nützlich machen.

Buchtipp

Elisabeth Geisel

«Tränen nach der Geburt. Wie depressive Stimmungen bewältigt werden können»; Verlag Kösel, 1997.

Text: Kathrin Fischer

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