Abstillen: So geht es am besten

Brei anstatt Milch: Abstillen braucht Zeit.

Das Stillen langsam durch Breimahlzeiten zu ersetzen, hilft auch die täglich produzierte Milchmenge zu reduzieren. Foto: © Wavebreakmedia Ltd | Dreamstime.com

Den Milchfluss stoppen und dem Kind das Trinken an der Brust abgewöhnen – wie gelingt das am besten? «Am schonendsten ist es, die Stillmahlzeiten langsam zu reduzieren», rät Anna Heldstab. Sie führt folgendes Beispiel an: Zuerst führt die Mutter um den sechsten Monat herum eine Brei-Mahlzeit am Tag ein. Nach ein bis zwei Wochen kann sie dann je eine weitere Stillmahlzeit durch einen weiteren Brei ersetzen. Und zwar so lange, bis am Ende keine Milchmahlzeit mehr übrig bleibt.

Wird das Baby auf diese Weise nach und nach immer seltener angelegt, reduziert sich auch die Milchmenge, die täglich produziert wird. Sie passt sich dem sinkenden Bedarf an.

Mütter sollten sich mindestens vier Wochen für das Abstillen Zeit nehmen. «Mütter, die schneller abstillen wollen oder müssen, brauchen in der Regel Beratung und Begleitung durch eine Stillberaterin oder Hebamme», sagt Brigitte Benkert, Pressesperecherin des Berufsverbandes der Schweizerischen Stillberaterinnen (IBCLC).

Wenn eine Mutter sehr plötzlich abstillen muss, beispielsweise aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes, wird das schnelle Abstillen oft durch Abstill-Medikamente unterstützt. Diese Medikamente hemmen die Ausschüttung des Hormons Prolaktin durch die Hirnanhangdrüse. Prolaktin ist für das Einsetzen und die Aufrechterhaltung der Bildung der Muttermilch nach der Geburt verantwortlich.

Als homöopathische Arznei gilt Phytolacca D1. Auch drei Tassen Salbeitee pro Tag reduzieren die Milchbildung.

Abstillen: Diese Nahrungsmittel sollten gemieden werden

Diese Nahrungsmittel gelten als milchbildend. «Sie sollten daher beim Abstillen gemieden werden», rät die Hebamme Anna Heldstab:

  • Gerste
  • Fenchel
  • Schwarze Johannisbeeren
  • Bockshornklee
  • Anis
  • Alle Stilltees
  • Bier

 

Weiterführende Links zum Thema Abstillen

  • Informationen rund ums Stillen von La Leche League Schweiz: www.stillberatung.ch
  • Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Stillen vom Schweizerischen Hebammenverband: www.hebamme.ch/FAQ
  • «Stillen - ein gesunder Start ins Leben», so heisst die Brochüre der Schweizerischen Stiftung zur Förderung des Stillens, die sich bestellen lässt unter: www.stiftungstillen.ch
  • Adressen von Stillberaterinnen vermitteln der Berufsverband er Schweizer Stillberaterinnen (BSS) unter: www.stillen.ch
  • Adressen von Hebammen vermittelt der Schweizerische Hebammenverband unter: www.hebamme.ch/Adressen

 

Text: Sigrid Schulze

HiPP

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