Welche Lebensmittel Allergien beim Baby auslösen

Das Risiko für eine Allergie ist nicht kleiner, wenn Babys Lebensmittel meiden.

Sie können Ihrem Baby auch im Brei Fisch geben. Das Risiko für eine Allergie ist nicht kleiner, wenn Babys bestimmte Lebensmittel meiden.

Vorsicht bei harten Lebensmitteln

Vorsicht nicht nur bei Inhaltsstoffen, sondern auch bei der Konsistenz von Nahrungsmitteln: Ist das Lebensmittel hart und wird verschluckt, besteht Erstickungsgefahr. Deshalb ist es sinnvoll, Kindern in den ersten Lebensjahren nur gemahlene Nüsse ins Müsli oder Joghurt zu geben.

Fisch, Hühnereier, Sellerie, Nüsse: Entwarnung

Fisch, Hühnereier, Sellerie, geriebene Nüsse für Babys im ersten Lebensjahr? Früher wurde von diesen Lebensmitteln abgeraten, um die Entstehung von Allergien zu vermeiden. «Diese Einschätzung ist aber nicht mehr aktuell», sagt Steffi Schlüchter. In den «Empfehlungen zur Säuglingsernährung 2009» der Gesellschaft für Pädiatrie heisst es: «Es gibt keine überzeugende wissenschaftliche Evidenz dafür, dass das Meiden die verzögerte Einführung von potentiell allergenen Nahrungsmitteln in der Beikost, wie zum Beispiel Fisch oder Eier, das Allergierisiko verringern kann.» Dies gelte sowohl für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko wie auch für Kinder ohne Allergierisiko. Die Anzahl derjenigen, die an Zöliakie (Unverträglichkeit von Gluten) erkranken, ist sogar geringer, wenn kleine Mengen Gluten eingeführt werden, solange noch gestillt wird. Das ergab eine schwedische Studie.

Fleisch: Fast alle Sorten sind geeignet

«Egal, ob Fleisch oder Geflügel, rotes oder weisses Fleisch– jedes Fleisch in guter Qualität ist für Babys geeignet», betont Steffi Schlüchter. Fleisch ist ein ausgezeichneter Eisen- und Zinklieferant sowie eine gute Quelle von Vitamin B12. Würste und Charcuterie sollten aufgrund des hohen Salzgehaltes allerdings nicht auf Babys Teller landen.

Sie wollen Ihr Kind ohne Fleisch und Fisch aufwachsen lassen? Um eine altersgerechte und bedarfsdeckende Ernährung sicherzustellen, sollten Sie darüber mit Ihrem Kinderarzt sprechen und mit einer dipl. Ernährungsberaterin HF/FH einen individuellen Menü-Plan erstellen. Steffi Schlüchter: «Zu bevorzugen ist jedoch eine Säuglingsernährung mit Fleisch und Fisch, um einem allfälligen Nährstoffmangel wie Eisenmangel vorzubeugen.»

Weiterführende Links zum Thema ungeeignete Lebensmittel fürs Baby

  • Der Informationsdienst für Ernährungsfragen NUTRINFO beantwortet weiterführende Fragen unter: www.sge-ssn.ch
  • Broschüre der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE (2010) «Ernährung von Kindern». Kostenloser Download unter: www.sge-ssn.ch
  • Empfehlungen für die Säuglingsernährung der Ernährungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie (2009): www.swiss-paediatrics.org

 

Text: Sigrid Schulze

HiPP

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