Baby > Stillen & ErnährungRezepte für Kleinkinder ab 1 Jahr selber machen – und sicher zerkleinernWie die Grossen! Ab dem ersten Geburtstag isst dein Kind bei den Familienmahlzeiten mit. Drei einfache Rezepte mit Mengenangaben – und wie du die Zutaten so zerkleinerst, dass sich dein Kleinkind nicht verschluckt. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Ab einem Jahr isst dein Kind mit – in kleine, weiche Stücke geschnitten und ohne zusätzliches Salz. Hat dein Nachwuchs die Ein-Jahres-Grenze überschritten, darf er grundsätzlich dieselben Mahlzeiten essen wie ihr. Zwei Dinge bleiben aber anders als bei Erwachsenen: Kleinkinder brauchen deutlich weniger Salz, und die Zutaten müssen so zubereitet sein, dass sie sich nicht daran verschlucken. Salz sowie salzhaltige Würzmittel wie Bouillon, Streuwürze oder Sojasauce setzt du deshalb sparsam ein und verfeinerst lieber mit Kräutern und milden Gewürzen [3]. Was jetzt sonst noch auf den Teller gehört, liest du in unserem Ratgeber zum Familientisch. Davor liegt die Beikostzeit: Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen empfiehlt, in den ersten vier bis sechs Monaten ausschliesslich zu stillen und frühestens zu Beginn des fünften, spätestens zu Beginn des siebten Monats schrittweise Beikost einzuführen. Parallel zur Beikost darfst du weiterstillen, so lange du und dein Kind das möchtet – eine Höchstdauer fürs Stillen gibt es nicht [1]. Mit einem Jahr hat dein Kind ein gutes Alter erreicht, um den Sprung vom Brei zur bissfesten Nahrung zu wagen. Wie du es mit leckeren Gerichten und wichtigen Nährstoffen versorgst, zeigen unsere drei Rezepte für Kleinkinder ab 1 Jahr. Wie eine ausgewogene Ernährung für Kleinkinder insgesamt aussieht, erfährst du hier. Zuerst das Wichtigste: So verschluckt sich dein Kind nicht Ersticken ist in der Schweiz nach dem Sturz die zweithäufigste Todesursache im häuslichen Umfeld und in der Freizeit, und sechs von zehn Erstickungsunfälle geschehen beim Essen. Kinder unter vier Jahren sind besonders gefährdet [2]. Für alle drei Rezepte auf dieser Seite gilt deshalb: • Hartes wie Rüebli weich kochen, fein raffeln oder mahlen [2]. • Rundes und Kugeliges – Cherrytomaten, Trauben, Würstchen – längs und quer zerschneiden statt in Scheiben [2]. • Nüsse und Kerne bis zum dritten Geburtstag nur gemahlen geben [3][4]. • Dein Kind in Ruhe und im Sitzen essen lassen und dabei immer beaufsichtigen [2]. Fruchtiges Pouletcurry: Exotisches Rezept für Kleinkinder ab 1 Jahr Wer seinem Nachwuchs einen exotischen Gaumenschmaus servieren möchte, kann dies mit einem milden Curry tun. Für das fruchtige Pouletcurry brauchst du (4 Portionen, rund 30 Minuten): • 500 g Pouletfleisch • 150 ml Rahm oder Kokosmilch • 300 g Gemüse, zum Beispiel 2 Rüebli, 1 Peperoni und 1 Zucchini • 2 reife Pfirsiche (oder 200 g ungezuckerte Pfirsiche aus der Dose) • 1 EL Rapsöl • 200 ml Wasser oder ungesalzene Gemüsebouillon • Je 1 TL mildes Currypulver ohne Chili und edelsüsses Paprikapulver So bereitest du das Pouletcurry zu: Poulet und Gemüse in kleine Stücke schneiden, die Rüebli dabei besonders fein. Alles im Rapsöl kurz anbraten, mit dem Wasser oder der Bouillon ablöschen und rund 15 Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist – die Rüebli müssen sich mit der Gabel zerdrücken lassen [2]. Die Flüssigkeit in ein Gefäss abgiessen, Rahm oder Kokosmilch unterrühren und mit Curry sowie Paprikapulver würzen. Die Pfirsiche klein schneiden, beigeben und fertig ist ein fruchtiger Eintopf, von dem auch Mami und Papi naschen möchten. Salz braucht es keines: Rahmsaucen und salzige Zubereitungen bleiben bei Kleinkindern besser die Ausnahme [3]. Fürs Pouletcurry gilt: mildes Currypulver ohne Chili, und das Gemüse so lange garen, bis es weich ist. (Bild: Packshot/iStock, Getty Images Plus) Unser Tipp Für einen sanften Übergang kannst du feste Stückchen in einen Babybrei mischen, um deinen Nachwuchs an die neue Konsistenz zu gewöhnen. Wie du Brei portionenweise auf Vorrat zubereitest, zeigen wir dir im Ratgeber Babybrei einfrieren. Couscous-Salat selber machen Ebenfalls aus der Ferne stammt der Couscous-Salat. Für die Zubereitung brauchst du (4 Portionen, rund 25 Minuten): • 250 g Couscous • 250 ml kochendes Wasser • 1 Zucchini, 1 Rüebli und 1 Peperoni • 4 grosse Tomaten oder 8 Minitomaten (Cherrytomaten) • 1 Dose passierte Tomaten (ca. 400 g) • Je 1 Prise Kreuzkümmel und Koriander • 1 EL Rapsöl Die Zubereitung sieht wie folgt aus: Couscous mit dem kochenden Wasser übergiessen, zugedeckt rund 10 Minuten aufquellen lassen und anschliessend mit der Gabel auflockern. Das Verhältnis von 1:1 ist wichtig, sonst bleibt der Couscous hart. Die Gemüsesorten in kleine Stücke schneiden, in einer Pfanne mitsamt des Rapsöls dünsten, bis auch die Rüebli weich sind, und mit den passierten Tomaten ablöschen. Die Tomaten vierteln – Cherrytomaten gehören nie im Ganzen auf den Teller, weil sich Kleinkinder daran verschlucken können [2]. Anschliessend den Couscous und die Tomaten beifügen und mit etwas Koriander und Kreuzkümmel würzen. Für den Couscous-Salat werden Cherrytomaten geviertelt und das Gemüse weich gedünstet. (Bild: Juefraphoto/iStock, Getty Images Plus) Deftiges Rezept aus der Heimat: Pastinaken-Rüebli-Eintopf Um dieses Menü selber zu machen, bereitest du diese Zutatenliste vor (4 Portionen, rund 25 Minuten): • 2 Pastinaken • 2 Rüebli • 1 EL Rapsöl • 2 EL Tomatenpüree • 400 ml ungesalzene Gemüsebouillon oder Wasser • 2 Würstchen • 1 EL gehackter Schnittlauch So bereitest du das Menü für dein Kleinkind ab 1 Jahr zu: Die Pastinaken und die Rüebli schälen, klein schneiden und mit dem Rapsöl dünsten. Das Tomatenpüree hinzugeben und die Gemüsebouillon aufgiessen. Während die Suppe rund 15 Minuten köchelt – so lange, bis sich das Gemüse mit der Gabel zerdrücken lässt –, die Würste zuerst längs vierteln und dann in kleine Stücke schneiden. Wurstscheiben haben genau die Form, an der sich Kleinkinder verschlucken [2]. Am besten eignen sich Bio- oder Sojawürste. Weil Wurst viel Salz mitbringt, setzt du sie sparsam ein oder ersetzt sie durch mageres Fleisch, Fisch, Ei oder Tofu [3]. Zu guter Letzt die Wurststücke samt Schnittlauch der Suppe beifügen. Wer Abwechslung wünscht, kann die Rüebli durch Randen ersetzen und den Eintopf mit fein gemahlenen Sonnenblumenkernen bestreuen – ganze Kerne sind bis zum dritten Geburtstag nichts für Kleinkinder [4]. Pastinaken und Rüebli werden so lange gekocht, bis sie sich mit der Gabel zerdrücken lassen. (Bild: Olha Afanasieva/iStock, Getty Images Plus) Quellen Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV: Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder – Stillen (abgerufen am 11.08.2026) Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU: Ersticken – Prävention und Erste Hilfe (abgerufen am 11.08.2026) Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV: Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder – Gesund und abwechslungsreich (2./3. Lebensjahr) (abgerufen am 11.08.2026) Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV: Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder – Ungeeignete Lebensmittel (2./3. Lebensjahr) (abgerufen am 11.08.2026) Publiziert von der Redaktion, Rezeptideen: breirezept.de