Ängstliche Frauen werden früher Mutter

Der Charakter einer Frau entscheidet, wann sie ihr erstes Kind bekommt. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Forscherin vom Institute for Social and Economic Research in Essex.

Die Wissenschaftlerin untersuchte die britische Haushaltsumfrage mit Daten von über 16 000 Frauen, wie die NZZ am Sonntag berichtete. Darin enthalten waren Angaben zum Zeitpunkt der ersten Geburt und zur Persönlichkeit.

Die Forscherin fand heraus, dass Frauen, die gesellig und eher ängstlich sind und gerne anderen Menschen helfen, tendenziell früher Kinder bekommen. Diejenigen, die sehr gewissenhaft und offen sowie neugierig sind, bekommen dagegen später ihr erstes Kind. Vor allem bei Frauen mit hoher Bildung wirkte sich die Offenheit stark verzögernd auf die Mutterschaft aus.

Geht es nach den Erkenntnissen in dieser Studie wäre nicht die Bildung, sondern vielleicht der Wertewandel schuld an der Abnahme der Geburtenrate. Wie die NZZ am Sonntag schreibt, werde durch den Übergang zu einem individualistischen Familienmodell, durch Gleichberechtigung und die Konzentration auf Selbstentfaltung mehr Wert auf den Charakterzug Offenheit gelegt.

In der Schweiz wird eine Frau mit 30,1 Jahren zum ersten Mal Mutter. Im Jahr 1970 war sie bei der Geburt ihres ersten Kindes noch rund fünf Jahre jünger.

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