Ärzte erhalten Leitfaden zur Früherkennung von Kindesmissbrauch

Demnächst werden in der Schweiz 20'000 Ärzte eine neue Broschüre zum Thema Kindesmisshandlung erhalten. Diese soll helfen, Missbrauch frühzeitig aufzudecken.

«Wir Ärzte und Ärztinnen haben die einmalige Chance, die Dunkelziffer im Bereich Kindsmisshandlung zu senken», sagte der Autor der Broschüre Ulrich Lips laut einer Medienmitteilung des Stiftung Kinderschutz Schweiz vom 17. März. Der Leiter der Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Kinderspitals Zürich erklärte, dass Kinder, die aufgrund unzureichender Sorge der Eltern, physischer, psychischer oder sexueller Gewaltanwendungen oder ungünstiger Erziehungsmethoden gefährdet sind, Ärzten auffielen. Viele Ärzte seien aber in der Diagnostik und im Umgang mit Kindesmisshandlung unsicher.

Um das zu ändern, gibt die Stiftung Kinderschutz Schweiz nun den praxisorientierten Leitfaden heraus. Dieser soll helfen, Fälle von tatsächlich erfolgter Kindesmisshandlung zu erfassen sowie Verdachts- und Risikosituationen einzuschätzen und adäquat zu handeln. So beantworte die Broschüre Fragen nach Verhaltensauffälligkeiten und körperlichen Befunden ebenso wie die, wann es ratsam ist, eine Kinderschutzgruppe einzuschalten, heisst es in der Medienmitteilung.

Wie Sie Ihr Kind vor Kindsmissbrauch schützen, erfahren Sie im Artikel Kinder vor sexuellem Missbrauch schützen.

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