Arme Kinder sind weniger sportlich

Kinder aus unteren sozialen Schichten sind weniger fit als ihre wohlhabenderen Altersgenossen. Eine Studie der ETH Zürich zeigt, dass ein Zusammenhang zwischen sportlichen Leistungen und sozialer Schicht und Wohnquartier besteht.

Die Wissenschaftler des Instituts für Bewegungswissenschaften und Sport an der ETH Zürich testen seit fünf Jahren die sportlichen Fähigkeiten von Erstklässlern in Zürich. Wie die NZZ am Sonntag berichtete, sind die Leistungsunterschiede zwischen den Schülern sehr gross. In den teuren Wohnregionen der Schulkreise Zürichberg, Waidberg und Uto sind die Kinder sportlicher als in den weniger beliebten Kreisen wie Limmattal, Letzi, Schwamendingen und Glatttal.

Das hängt zum einen an den sportlichen Angeboten in den Quartieren, aber auch an der sozialen Schicht. Eltern, die genügend Zeit für ihre Kinder aufwenden können, förderten meist auch deren Bewegungsfähigkeit, so Ralph König, Leiter der Abteilung Schulsport beim Stadtzürcher Sportamt gegenüber der NZZ am Sonntag. Ausserdem besteht ein Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Integration der Familien und den sportmotorischen Leistungen.

Die Stadt Zürich will nun die sozial schwachen Kinder fördern. Eltern von Schülern, die sehr unsportlich sind, werden mit einer Einladung auf das sportliche Angebot in Zürich aufmerksam gemacht.

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