Bei sexuellem Kindesmissbrauch nicht wegsehen

Kinder sollen stärker vor Missbrauch geschützt werden. Zusammen mit Deutschland und Österreich lancierte die Schweiz deshalb eine neue Kampagne gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern in Touristendestinationen.

Wer auf Reisen Zeuge eines Kindesmissbrauchs wird, soll dies schnell den Behörden per Online-Formular melden. Unter www.stopchildsextourism.ch können Urlauber Verdachtsfälle eintragen wie das Staatssekretariat für Wirtschaft gestern mitteilte. Meldungen, die über das Schweizer Portal eingehen, werden vom Bundesamt für Polizei fedpol sortiert und ausgewertet. «Mit dieser länderübergreifenden Kommunikationsoffensive gehen wir neue Wege», sagte Jacqueline Fehr, Präsidentin der Stiftung Kinderschutz Schweiz, gestern an der Medienkonferenz in Bern. «Wir sind sicher, damit mehr Vorkommnisse aufdecken und so Kinder besser schützen zu können.»

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO und ECPAT Switzerland, die Fachstelle gegen Kinderprostitution der Stiftung Kinderschutz Schweiz, lancierten die trilaterale «Kampagne zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Ausbeutung im Tourismus» in der Schweiz.

Auf das Online-Meldeformular soll nun ein Video aufmerksam machen. «Wir können sexuellen Missbrauch verhindern, wenn wir nicht wegsehen», sagte der stellvertretende Seco-Direktor Eric Scheidegger.

Mehr dazu unter www.stopchildsextourism.ch

Mehr zum Thema im Artikel Kinder vor sexuellem Missbrauch schützen

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