Benutzungshilfe fürs Sozialsystem

Das Sozialsystem der Schweiz ist wie das Land selbst: Manchmal unwegig, oft sehr unübersichtlich, manchmal ungangbar. Deshalb ist eine Freiburger Idee wegweisend: Ein zentrales Informationssystem zu schaffen, das Personen in Schwierigkeiten hilft, sich im System der Sozialleistungen zurechtzufinden.

Bei der Evaluationsstudie kam heraus: Das gegenwärtige Sozialsystem ist unüberschaubar. Von verschiedensten Stellen werden verschiedene Leistungen angeboten. Viele Benutzer werden daran gehindert, diejenige Hilfe zu finden, die sie wirklich brauchen.

Das schreit nach einer Lösung. Die Idee: Für die Familien und Kinder einen Informationsdienst schaffen, «der ein Netz für gegenseitige Hilfe, für Unterstützung sowie für pädagogische, psychologische und soziale Beratung anbietet». Die zentrale Anlaufstelle soll ab 2011 tätig werden, berichtet die Berner Zeitung. Ihre Informationen sollen den Menschen helfen, sich innerhalb des Sozialsystems zurechtzufinden. So können sie sich auch an diejenigen Hilfsdienste wenden, die auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Der neue Dienst soll wird ab 2011 seine Arbeit aufnehmen. Persönliche Beratung wird durch eine Telefon- und/ oder E-Mail-Beratung ergänzt. Die neue Stelle wird ergänzend zu den Leistungen des bestehenden Sozialnetzes betrieben werden. Hoffentlich nehmen sich andere Kantone daran ein Beispiel.Denn was nutzt ein Sozialsystem, wenn man sich darin verirrt?

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