Blockflöten für die Toleranz

Instrumentenunterricht führt zu besserem Sozialverhalten sagt man sich in Birsfelden. Das Klassenmusizieren von Primarschülern soll die Toleranz fördern.

Birsfelden ist mutig. Im Januar startet ein Pilotprojekt, das die Toleranz fördern soll. Verglichen mit anderen Baselbieter Gemeinden besucht in Birsfelden nur ein kleiner Teil der Kinder eine Musikschule. Deshalb wurde ein Pilotprojekt initiiert, das Primarschülern den Zugang zu Instrumenten ermöglichen soll.

Ab Januar wird eine Primarklasse eine Stunde pro Woche verschiedene Holzblasinstrumente erlernen und gemeinsam musizieren. Unterrichtet werden sie von ihrem Klassenlehrer sowie von ein bis zwei Musiklehrern der Musikschule Birsfelden, berichtet die Basler Zeitung.

Diese Lehrer brauchen starke Nerven. Aber schliesslich geht es ja auch um Toleranz. Die Kinder sollen nicht nur musikalisch dazugewinnen, sondern auch sozial: Beim Klassenmusizieren ist jedes Kind vom anderen abhängig. Sie lernen Rücksicht zu nehmen, aufeinander zu hören, und sie werden respektvoller und toleranter. Das ist das, was man sich von dem Projekt verspricht. Vorerst befristet. Das Birsfelder Projekt ist vorerst auf zweieinhalb Jahre ausgelegt. Für diesen Zeitraum hat der Gemeinderat die Instrumentenmiete und die zusätzlichen Personalkosten bewilligt.

Glaubt man zwei deutschen Studien, können sich Kinder, die ein Instrument spielen, länger konzentrieren, sie sind stressresistenter, leistungsbereiter und sie werden intelligenter und sozial kompetenter. Was für einen Einfluss das Blockflötenspiel des Nachwuchses allerdings auf den Familienstress hat, wurde noch nicht untersucht. Birsfelden bietet sich ab Januar für solche Studien an.

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