Computerspielen schadet Beziehung zu Familie

Jugendliche verbringen oft viele Stunden vor Computer und Fernsehen. Das schadet der Beziehung zu Familie und Freunden. Diese These ist nicht neu. Sozialforscher der Universität Auckland in Neuseeland haben sie aber jetzt mit einer Untersuchung bekräftigt.

Dazu haben sie 4000 Teenager zu Fernsehgewohnheiten, Nutzung anderer Bildschirmmedien und ihrer Beziehung zu Freunden und Familie befragt, wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet. Sie haben herausgefunden, dass jede zusätzliche Stunde vor dem Fernseher das Risiko für eine weniger enge Bindung zu Eltern oder Freunden erhöht.

Unklar ist dabei allerdings, was Ursache und was Wirkung ist. Es kann auch sein, dass in bildungsfernen Familien Jugendliche den Computer anschalten, weil sich in der Familie niemand mit ihnen beschäftigt. Anna-Maria Meier von «Lost in Space», einer Beratungsstelle für Computerspiel- und Internetsüchtige, sagte der «Süddeutschen Zeitung», eine Mediennutzung von 20 Stunden pro Woche seien bei einem 15-Jährigen normal, bedenklich werde es, wenn er Freunde und Sport zugunsten des Computers aufgebe.

Pädagogen empfehlen, dass sich Eltern inhaltlich mit den Computerspielen oder den Internetseiten, welche die Kinder besuchen, auseinandersetzen. So können sie gemeinsam mit ihnen darüber diskutieren und Absprachen treffen, auch schon im Vorschulalter.

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