Deutsch-Unterricht in Westschweizer Kantonen soll verbessert werden

Viele Romands können nur schlecht Deutsch sprechen, obwohl sie in der Schule jahrelangen Deutsch-Unterricht hatten. Die Westschweizer Kantone wollen dagegen vorgehen.

Nicht wenige Romands, die während mehrerer Jahre Deutschunterricht genossen haben, könnten kaum einen korrekten deutschen Satz formen, der über ein gestammeltes «Isch eisse Ans» (Ich heisse Hans) hinausginge, heisst es in einem Bericht von «NZZ Online» heute. Deshalb würden schon seit mehreren Jahren die welschen Kantone neue Initiativen zur Verbesserung des Deutschunterrichts ankündigen.

In den zweisprachigen Kantonen Freiburg und Wallis gibt es bisher die grössten Anstrengungen. Im Kanton Freiburg zum Beispiel wird die Partnersprache im Rahmen eines freiwilligen zehnten Schuljahrs gefördert. Ausserdem wird überlegt, den Immersionsunterricht, also Sachunterricht in der Fremdsprache wieder einzuführen. Im Kanton Wallis müssen zukünftige Lehrer obligatorisch im anderen Kantonsteil Unterrichtserfahrung sammeln.

Im Kanton Neuenburg wurde kürzlich eine neue zweisprachigen Matura-Abteilung französisch/deutsch am Lycée Blaise-Cendrars in La Chaux-de-Fonds eröffnet. Wie «NZZ Online» weiter schreibt, dürfte sich allerdings das Problem der deutschsprachigen Lehrkräfte stellen. Die welschen Kantone suchten schon heute verzweifelt Deutschlehrer und -lehrerinnen und müssten vielleicht bald französische Lehrkräfte für Deutsch ins Land holen.

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