Die dicksten Kinder leben in der Stadt

Dicke Kinder wohnen in der Stadt, schlanke auf dem Land. Mehr als 17 Prozent der Vier- bis Achtjährigen in Genf sind übergewichtig. In Zürich sind es 16 Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt das Monitoring der Gesundheitsförderung Schweiz, wie die SonntagsZeitung gestern berichtete. Zum ersten Mal wurden dafür über 26?000 Kinder und Jugendliche in den Städten Basel, Bern, Freiburg und Zürich sowie in den Kantonen Genf, Graubünden, Jura und Wallis beim Schularzt auf die Waage gestellt. Anhand des Body-Mass-Index wurde dann verglichen.

In der Altersgruppe der Mittelstufenschüler sind die Basler Jugendlichen am dicksten. Jeder vierte hat ein Gewichtsproblem. In Graubünden nur jeder achte. Besonders Teenager in der Oberstufe haben Probleme mit Übergewicht. «Entscheidend ist, dass sich die Kinder auf dem Land mehr bewegen», sagte Lukas Zahner vom Institut für Sport und Sportwissenschaften der Uni Basel der SonntagsZeitung.

Den grössten Einfluss auf das Gewicht des Kindes haben aber wahrscheinlich Einfluss und Vorbildfunktion der Eltern und nicht der Wohnort. Ausserdem spielt die Herkunft eine wichtige Rolle. In Graubünden sind bis zu einem Viertel der Ausländerkinder zu dick, in den Städten Basel und Zürich bis zu einem Drittel – bei den Schweizern ist es höchstens ein Fünftel. Kinder, deren Eltern keine Berufslehre haben, haben ein zwei- bis fünffach höheres Risiko für Übergwicht als Akademikerkinder.

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