Die Schule im Dorf lassen

Schule zentralisieren? So weit kommts. Die Volksschule muss Gemeindesache bleiben – sie ist Teil einer guten Gemeinde-Infrastruktur. Und schliesslich ist eine gut funktionierende Schule mit allen Schultypen bis zur Sekundarstufe 1 in einer Gemeinde ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil. Eine Gemeinde ohne eine gute Schul-Infrastruktur ist nämlich nicht attraktiv für junge Familien mit schulpflichtigen Kindern.

Befremdet zeigt sich der Walzenhausener Gemeinderat über die Pläne des St. Galler Departements Bildung, Kantonsschulen zu zentralisieren und nur noch an fünf Standorten zu führen, berichtet das St. Galler Tagblatt. Die Bildung von Schulzentren schwäche die Gemeinden. Es sei absurd, wenn man auf der einen Seite Anstrengungen unternehme, um attraktive Wohnorte zu fördern, auf der anderen Seite aber die Sekundarstufe aus vielen Gemeinden entferne.

Gerade für Familien mit schulpflichtigen Kindern ist es wichtig zu wissen, dass ihre Kinder in der Wohngemeinde ihre gesamte Volksschulzeit durchlaufen können. Die Schule muss im Dorf bleiben. Ansonsten könnte es noch soweit kommen, dass es Gemeinden geben wird, in denen Familien mit Kindern wohnen, während in den Gemeinden ohne Schulen auch keine Kinder mehr leben werden. Familienfreundlichkeit – das ist eben auch, und gerade, eine Sache, wo es um Nähe geht. Um die Nähe der Schule.

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