Die Zahl der Adoptionen sinkt

In der Schweiz werden immer weniger Kinder adoptiert. Zwischen 1980 und 2009 ist die Zahl der Adoptionen von 1600 auf 500 Fälle pro Jahr gesunken.

Wie das Bundesamt für Statistik heute in seinem Newsletter mitteilte, liegt die Schweiz mit 7 Adoptionen pro 1000 Geburten im Jahr 2009 dennoch dicht hinter Norwegen, das mit 10 Adoptionen pro 1000 Geburten zu den europäischen Ländern mit einer besonders hohen Adoptionsziffer gehört.

Bisher gibt es nur Vermutungen, warum immer weniger Kinder adoptiert werden. Ein Grund für den Rückgang von Adoptionen innerhalb der Familie, also wenn ein Stiefkind adoptiert wird, könnte die bessere Akzeptanz von ledigen Müttern in der Gesellschaft sein. Ein Grund für den Rückgang ausserhalb der Familie dürfte die Umsetzung des Internationalen Übereinkommens über den Schutz von Kindern sein. Es verpflichtet die Herkunftsstaaten, Mechanismen zu schaffen, damit die Kinder nach Möglichkeit in ihren Familien und ihren Heimatländern bleiben.

Was die Adoptionen ausserhalb der Familie betrifft, hatten in den 1980er Jahren rund 62 Prozent der Adoptivkinder die schweizerische Staatsangehörigkeit. Heute sind die meisten Kinder aus dem Ausland. Viele kommen aus Asien (34 Prozent), gefolgt von Kindern aus Afrika (32 Prozent), Europa (13 Prozent), Amerika (12 Prozent) und der Schweiz (8 Prozent).

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Weitere Details und Grafiken finden Sie im Newsletter des Bundesamtes für Statistik «Demos. Informationen aus der Demografie. Nr. 4 Dezember 2010 Thema: Kinder» unter www.bfs.admin.ch.

Artikel «Mit Adoption zur Erfüllung des Kinderwunsches»

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