Doch keine Spermienkrise

In den vergangenen Jahren berichteten mehrere Studien davon, dass die Qualität und die Anzahl der männlichen Spermien sinkt. Die Alarmmeldungen beruhen allerdings auf ungenauen Messmethoden und falschen Statistiken, wie die NZZ am Sonntag schreibt.

Jetzt haben Wissenschaftler aus Mainz, Münster und New York die Studien kritisch untersucht. Sie stellten fest, dass die Behauptungen vom Niedergang der männlichen Fruchtbarkeit nicht stimmen können. In den Studien zählten zum Beispiel Laboranten die Anzahl der Spermien unter dem Mikroskop. Das ist eine sehr ungenaue Messmethode, da die Mitarbeiter beim Zählen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen können. Zudem verglichen die Wissenschaftler Männer aus verschiedenen Ländern. Die Anzahl der Spermien variiert allerdings nach Region.

Eberhard Nieschlag vom Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie in Münster sagte der NZZ am Sonntag: «An der Spermienkrise ist nichts dran» und «Wir haben klare Hinweise , dass sich die Spermienqualität der Männer nicht geändert hat.

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