Einheitliche Sicherheitsprüfung für Rodelbahnen

Innerhalb einiger Tage wurden zwei Kinder verletzt und eine Frau getötet bei dem Besuch einer Sommerrodelbahn. Deshalb wird jetzt ein obligatorischer Sicherheits-Check für solche Bahnen gefordert.

Nicht in allen Kantonen gibt es eine Bewilligungspflicht für Sommerrodelbahnen. So lag auf den Bahnen in Bern und St. Gallen, wo zwei der Unfälle passierten, keine obligatorische Überprüfung vor, wie NZZ Online berichtet. Eine solche Prüfung wird von der Kontrollstelle des Interkantonalen Konkordats für Seilbahnen und Skilifte (IKSS) in regelmässigen Abständen vorgenommen. Sie dient dazu, den technischen Zustand der Bahn, ebenso wie Betriebsorganisation und die Instandhaltung zu testen.

Zwar können Sommerrodelbahnen in einem Kanton ohne Bewilligungspflicht einen freiwilligen Sicherheits-Check der IKSS durchführen lassen. Die Behebung der angezeigten Mängel ist allerdings noch keine Pflicht, sondern nur eine Empfehlung. Eine solche Prüfung war auch in St. Gallen bereits vor dem Unfall geschehen, wo Defizite auftauchten, aber die Bahn nicht als gefährlich eingestuft wurde. Um einen einheitlichen Sicherheitsstandard zu gewährleisten, fordern deshalb Experten wie der ehemalige Berner Staatsanwalt und Präsident der Schweizerischen Kommission für Unfallverhütung auf Schneesportabfahrten, Heinz Mathys, eine obligatorische Bewilligungspflicht für sämtliche Sommerrodelbahnen in der ganzen Schweiz einzuführen.

Quelle: NZZ Online am 28.07.2010

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