Auch Kommission für Frauenfragen fordert Elternzeit

Nachdem bereits die Koordinationskommission für Familienfragen im vorigen Jahr eine bezahlte Elternzeit vorschlug, fordert nun auch die Kommission für Frauenfragen Bundesrat und Parlament auf, eine gesetzlich geregelte bezahlte Elternzeit zu schaffen.

Es soll eine Elternzeit für Mutter und Vater geben.

Eine Elternzeit wäre für Mutter und Vater. Foto: © nyul - Fotolia.com

Wie Eidgenössische Kommission für Frauenfragen (EKF) heute mitteilte, begrüsst sie in einem Positionspapier den aktuellen Vorstoss der Eidgenössischen Koordinationskommission für Familienfragen (EKFF) zur Schaffung einer Elternzeit in der Schweiz. Die EKF schlägt wie auch die EKFF vor, dass die Elternzeit mindestens 24 Wochen dauern sollte. Das sind 6 Monate.

«Aus gleichstellungspolitischer Sicht ist es wichtig, dass diese 24 Wochen Elternzeit je hälftig von Mutter und Vater bezogen werden», heisst es im Positionspapier. Im Unterschied zum Vorschlag der EKFF halte es die EKF für notwendig, den Eltern vorzuschreiben, dass Mütter und Väter einen individuellen Anspruch auf je 12 Wochen Elternzeit haben. Dieser verbindliche Anspruch sei wichtig, damit sich Väter wirklich stärker an der Kinderbetreuung beteiligen. Das zeigen Erfahrungen in anderen Ländern.

Für die Bezugszeit schlägt die EKF zwei Varianten vor. In der ersten Variante sollen Eltern die Elternzeit während der ersten drei oder vier Lebensjahre der Kinder beziehen dürfen. In der zweiten Variante sollten Eltern während der ersten 6 Lebensjahre des Kindes die Möglichkeit auf Elternzeit haben. Bei beiden Möglichkeiten soll der Bezug in Teilabschnitten möglich sein.

Für die Elternzeit soll ein Elterngeld in Höhe von 80 Prozent des Lohnes gezahlt werden. Die Elternzeit soll auch nicht die bestehende Mutterschaftsentschädigung ersetzen, sondern ergänzend sein. «Überall dort, wo ein Anspruch auf Mutterschafts- und/oder Vaterschaftszeit besteht, muss sichergestellt sein, dass der Anspruch auf Elternzeit und Elterngeld zeitlich erst danach beginnt», heisst es dazu.

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