Junge Menschen wollen nicht erwachsen werden

Junge Schweizer zwischen 20 und 30 Jahren schieben das Erwachsensein hinaus. Viele sind finanziell noch nicht unabhängig und warten mit der Familiengründung. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Schweizer Studie.

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Junge Schweizer zögern das Erwachsensein hinaus.

Viele 20- bis 30-jährige Schweizer wohnen noch zu Hause oder in einer Wohngemeinschaft. Sie werden von den Eltern finanziell unterstützt, manche sogar bis über den 30. Geburtstag hinaus. Zudem befinden sich viele noch in der Ausbildung, manchmal bereits in der zweiten oder dritten. Sie zögern zudem das Thema feste Partnerschaft und Familie hinaus.

Das zeigt die Studie «Die Super-Opportunisten – Warum die Twenty-Somethings das Experimentieren zum Lebensstil machen», die Anfang September veröffentlicht wurde. Das Gottlieb Duttweiler Institut befragte dafür 200 Jugendliche zwischen 14 und 25 zu ihren Lebens- und Wertewelten, führte einen Experten-Workshop und Interviews mit Schweizern zwischen 21 und 29 Jahren durch.

«Die heutigen Twenty-Somethings sind erfolgsorientiert, aber gleichzeitig von grossen Unsicherheiten geprägt. Sie nehmen ihr Leben als Achterbahnfahrt wahr, mit Experimenten, Zweifeln, Scheitern, Orientierungslosigkeit und Neustarts», schreibt das Gottlieb Duttweiler Institut. Kritiker würden den jungen Erwachsenen vorwerfen, unselbständig, verantwortungsscheu und narzisstisch zu sein, doch gemäss der Studie seien sie einiges flexibler und anpassungsfähiger als vorgängige Generationen.

Da junge Menschen flexibel sein müssen, zögern sie die Familiengründung hinaus. Gründe für das Warten mit der Familiengründung bis über den 30. Geburtstag und darüber hinaus sind zudem, dass junge Schweizer mehrere Ausbildungen absolvieren oder Praktika machen und sie eine generelle Unsicherheit daran hindert.

Die Studie können Sie unter www.gdi.ch bestellen.

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