Familie, das Armutsrisiko

Am ersten Familiengipfel auf dem Zugerberg wurde klar, was Väter, Mütter und Kinder wünschen. An der ersten Familienlandsgemeinde wurden die Wünsche zu einem Manifest zusammengefasst. Problem dabei: es waren nicht besonders viele Familien da. Ein Armutszeugnis?

Nein, das Armutszeugnis ist ein ganz anderes. Die Zuger Direktorin des Inneren, Manuela Weichelt-Picard nannte das Kind beim Namen. Die Familie an sich berge ein grosses Armutsrisiko. Kinderkosten steigen und Frauen seien mehr erwerbstätig. Kinderlosigkeit nehme zu. „Wir brauchen eine Familienpolitik“, soll sie gefolgert haben, berichtet die Zentralschweiz am Sonntag.

Was das genau heisst, zeigte sich denn in den Wünschen der Väter, Mütter und Kinder. Die Väter plädierten für konfliktentschärfte Scheidungsverfahren und dafür, dass man ihnen das Recht auf ihre Kinder nicht nimmt. Die Mütter wünschten sch mehr Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Und die Kinder verlangten nach einem Mitspracherecht in der Regierung.

Warum eigentlich nicht? Lassen wir doch die Kinder bei der Familienpolitik der Schweiz mitreden und mitbestimmen. Um ihr Wohl geht es schliesslich. Vielleicht würden gewisse heute familienpolitisch geführte Diskussionen dann auch den Realitätsbezug zurückgewinnen.

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