FDP schreibt Familienpolitik gross

Vereinbarkeit von Familie und Beruf – das ist jetzt auch Thema der FDP. Eine liberale Familienpolitik soll laut der Partei durch flexible Arbeitszeitmodelle, genügend bezahlbare Krippenplätze und die Einführung von Tagesschulen durch die Kantone erreicht werden.

Die FDP wünscht sich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Mit ihrer liberalen Familienpolitik will die FDP Beruf und Familie besser vereinen. Foto: Image Source - Thinkstock

Der neue FDP-Parteipräsident Philipp Müller ist sich sicher, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vielen Menschen wichtig ist. Deshalb setzt sich die FDP im neuen Positionsblatt für eine liberale Familienpolitik ein. Sie will sich für Bedingungen stark machen, unter denen Familien ihr Leben möglichst frei gestalten können. Obwohl es nicht einfach ist, eine gute Balance zwischen freiheitlicher Ordnung und Regeln im familienpolitischen Bereich zu finden, besteht laut Müller Handlungsbedarf, wie die NZZ vor kurzem berichtete. Auch zukünftig wollen die Freisinnig-Liberalen sich für Eigenverantwortung und gegen einen bevormundenden Eingriff des Staates einsetzen.

Flexible Arbeitszeiten, Krippenplätze und Tagesschulen
Um eine liberale Familienpolitik umzusetzen, sind laut der FDP drei Dinge wichtig: flexible Arbeitszeitmodelle, genügend bezahlbare Krippenplätze und die Einführung von Tagesschulen durch die Kantone. Die Partei setzt sich für eine Stärkung der privaten Initiative ein, wobei die «absurde Krippenbürokratie» abgebaut werden soll. Fremdbetreuungskosten sollen voll von den Steuern abgezogen werden können. Um die Krippen zu finanzieren, soll eine Stiftung gegründet werden, die von Staat und Wirtschaft Zuschüsse erhält. Das Modell wird bereits im Kanton Waadt erprobt. Ein anderer Vorschlag wäre, wie im Kanton luzern, Betreuungsgutscheine an Eltern zu verteilen. Die Forderung nach Tagesschulen war an der Delegiertenversammlung kaum umstritten. Für Diskussionen sorgte jedoch das Modell für flexible Arbeitszeiten. Ein Delegierter, der in der Baubranche tätig ist, war der Meinung, dass flexible Modelle nicht zu realisieren seien. Die Mehrheit widersprach ihm aber und hielt ein flexibles Arbeitszeitmodell für durchaus zeitgemäss und umsetzbar.

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