Bei der Swiss geht Fliegen mit Baby ins Geld

Babys und Kinder bis zwei Jahre, die auf dem Schoss der Eltern mitfliegen, bezahlen im Normalfall rund 10 Prozent des Erwachsenen-Ticketpreises. Die 16- monatige Laura bezahlte bei der Swiss aber 41 Prozent. Der Vater blätterte für ein Ticket nach Johannesburg 970 Franken hin, für die Tochter bezahlte er 397 Franken.

Fliegen mit Baby auf dem Schoss kann bei Swiss teuer werden.

Swiss verlangt stolze Preise für Babys, die auf dem Schoss der Eltern mitfliegen. Foto: iStockphoto, Thinkstock.

Die Swiss Homepage gibt an, dass Fliegen mit Babys bis zwei Jahre, zehn Prozent des Ticketpreises der Erwachsenen kostet. Aber: Darin sind Gebühren und Taxen nicht enthalten. Blick.ch berichtete vorgestern über diese Abzockerei bei der Swiss. Laut Swiss-Sprecherin Myriam Ziesack, wird hinsichtlich Gebühren und Taxen «zwischen Erwachsenen, Kindern und Kleinkindern nicht unterschieden.» Lauras Familie findet es ungerecht, wie sie vorgestern gegenüber blick.ch deutlich zeigt: «Dass ich für meine Tochter so viel bezahlen muss, ist nicht gerecht», sagt Mattenberger, Lauras Vater, «schliesslich ist sie mit zehn Kilo so leicht wie ein besseres Handgepäck.»

Swiss profitiert vom Direktflug-Monopol

Es gibt auch günstigere Flugtickets: Andere Air Lines bieten die Strecke Zürich-Johannesburg auch an, aber mit Umsteigen und dadurch längerer Reisedauer. Das Swiss-Ticket mit dem stolzen Preis von 397 Franken, ist deshalb so teuer, weil der Treibstoffzuschlag 344 Franken beträgt. Bei Air France oder der Lufthansa kostet das gleiche Ticket 55 Franken. Ein Treibstoffzuschlag wird hier nicht berechnet. Der Haken an der Sache ist, dass Swiss die einzige Airline ist, die direkt von Zürich nach Johannesburg fliegt. Wer also  nicht umsteigen will, muss die hohen Ticketpreise hinnehmen.

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